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Der Paderborner Verein Freiwerk ist an die Friedrichstraße umgezogen

Neuer Standort, neue Maschinen

Paderborn

Mehr Platz und mehr Möglichkeiten: Der Verein Freiwerk ist von den Königsplätzen an die Friedrichstraße umgezogen. Zu den 90 Quadratmetern im Inneren für die Werkstatt, den Näh- und Kreativbereich kommt ein Innenhof, auf dem künftig Flohmärkte, Filmabende oder Konzerte angeboten werden können.

Von Dietmar Kemper

Frederik Hake, Angelina Bienhüls und Lennart Lorz (von links) sind mit dem neuen Standort sehr zufrieden. Foto: Dietmar Kemper

„Wir haben den Riesenvorteil, dass die Bereiche jetzt voneinander getrennt sind“, sagte Vorstandsmitglied Frederik Hake am Samstag dieser Zeitung. Und seine Kollegin Angelina Bienhüls schwärmte: „Wir hätten es nicht besser treffen können.“ Während an den Königsplätzen die Tourist-Info und das Ticketcenter einziehen werden, war an der Friedrichstraße 25 zuvor die Umzugsfirma Klein untergebracht.

Dort will das Freiwerk ab dem 1. Juli wieder ihren Betrieb aufnehmen. Die Bandbreite reicht vom gemeinsamen Schrauben und Sägen in der Werkstatt über das Nähen und Malen bis zu günstigen Workshops, für die die gut 50 Mitglieder nur die Materialkosten und Nichtmitglieder zusätzlich einen kleinen Aufschlag von zwei, drei Euro bezahlen. Eine Mitgliedschaft kostet ab 20 Euro im Jahr. Montags von 18 bis 21 Uhr soll es wieder den Werktreff geben, mittwochs in der gleichen Zeit den Textiltreff. Auch ein Fotografiestammtisch sei geplant, kündigte Angelina Bienhüls an.

Damit das Freiwerk sofort ins Auge fällt, arbeitete Lukas Michalski am Wochenende an einem Graffiti auf dem Eingangstor. 15 bis 20 Menschen jeden Alters können in den neuen Räumen kostenlos an ihren Projekten arbeiten, zum Beispiel Strampler nähen. Sie können um Rat fragen oder sich ein, zwei Schrauben besorgen, ohne im Baumarkt gleich einen Karton kaufen zu müssen, „von dem man 90 Prozent nicht braucht“, wie Vorstand Lennart Lorz sagt. Es gehe dem Freiwerk auch um Nachhaltigkeit. Wenn sich jemand Material nimmt, freut sich Freiwerk, wenn dafür etwas Geld in eine Box geworfen wird.

Der Maschinenpark wurde eigens ausgebaut. Neu hinzugekommen sind eine größere Tischkreissäge und eine Ständerbohrmaschine, außerdem ist eine Hobelmaschine bestellt.

Die Paderborner Bürgerstiftung muss der Verein nicht mehr von sich überzeugen. Er unterstützt Freiwerk gern, wie der Vorsitzende Elmar Kloke am Samstag deutlich machte: „Es handelt sich um Hilfe von Bürgern für Bürger, und das hat uns begeistert. Und das Ganze geschieht generationsübergreifend in einem tollen Miteinander.“ Zudem sei das Angebot auch noch umfassend und vielfältig.

Freiwerk, das mit „deine offene Werkstatt“ für sich wirbt, gibt im Internet (www.freiwerk-paderborn.de) weitere Informationen und ist per E-Mail über post@freiwerk-pb.de zu erreichen. Für jeden sei Platz, nur nicht für Rassismus, Sexismus und Diskriminierung, betont der Verein auf einem Plakat gleich am Eingang zur Werkstatt.

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