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Infoabend der Vorbereitungsgruppe von „MITTeinander in Hüllhorst“ – Briefkasten für Bürgerwünsche

Neuer Verein wird im Herbst gegründet

Hüllhorst

Die Fair-Trade-Gruppe Hüllhorst wird sich am 5. Oktober mit dem Integrationsnetzwerk zu einem Verein zusammenschließen. „MITTeinander in Hüllhorst“ wird der Verein heißen.

Bürgermeister Michael Kasche (von links) wurde von Jürgen Kreimeier ein Briefkasten für Bürgerwünsche überreicht. Beim Infoabend stellten auch Jutta Klare-Steinbrink sowie Martina und Frank Buhlmann das Anliegen des Vereins vor. Foto: Verein „Mitteinander in Hüllhorst“

Beim Infoabend der Vorbereitungsgruppe im Dorfgemeinschaftshaus in Bröderhausen galt eine Frage den beiden Säulen des Vereins: Wie passen die beiden Gruppen zusammen? Zum Einen verbinden beide Gruppen die gleichen Werte, denn „MITTeinander“ steht für Menschlichkeit, Integration, Toleranz und Teilhabe. Jutta Klare-Steinbrink, die sich in beiden Gruppen engagiert, erläuterte, dass die schlechte Bezahlung in Afrika und Asien neben kriegerischen Auseinandersetzungen zu den Fluchtursachen vieler Menschen gehöre.

Der Briefkasten hat im Hüllhorster Rathaus vor dem Bürgerbüro seinen Platz gefunden. Der Briefkasten hat im Hüllhorster Rathaus vor dem Bürgerbüro seinen Platz gefunden. Foto: Verein Mitteinander in Hüllhorst

Das Fair-Trade-Team habe die Kommune Hüllhorst zur Fair-Trade-Gemeinde geführt und diesen Titel bereits erneuern können. Daneben habe es Ausstellungen und Verkaufsaktionen von Fair-Trade-Artikeln gegeben. Die Gruppe arbeite eher projektbezogen. Martina Buhlmann, die die Moderation an diesem Abend übernahm, konnte 25 Personen begrüßen, unter ihnen viele Menschen, die zum ersten Mal mit den beiden Gruppen Kontakt hatten. Martina Buhlmann betonte, dass die Anfänge der Flüchtlingshilfe Weihnachten 2013 lägen. Ab 2015 habe es organisierte Treffen der Helfer gegeben. Zu Anfang sei es um Ersthilfe wie Kleidungssuche, Fahrradbeschaffung und das Erlernen der deutschen Sprache gegangen. Die Aufgaben hätten sich geändert, was auch einen Namenswechsel zur Folge gehabt habe – aus der Flüchtlingshilfe wurde das Integrationsnetzwerk Hüllhorst.

Frank Buhlmann, der für den verhinderten Integrationsbeauftragten Kahraman Tsikha die derzeitige Situation aufzeigte, räumte mit der Vorstellung auf, dass jetzt keine geflüchteten Menschen mehr nach Hüllhorst kämen. In den vergangenen zwei Monaten seien 13 Personen neu in die Gemeinde gesandt worden.

Ziel ist die interkulturelle Öffnung

Jürgen Kreimeier und Jutta Klare-Steinbrink erläuterten die Notwendigkeit, einen neuen Verein zu gründen. Ziel sei, die Gemeinde Hüllhorst bei der interkulturellen Öffnung zu unterstützen und ein Begegnungszentrum in zentraler Lage in Hüllhorst anzubieten. Die Resonanz auf den neuen Verein war sehr positiv, berichtet Frank Buhlmann. Besonders die Vorbereitungsgruppe sei gelobt worden für ihre Arbeit, die sie in der Coronazeit online geleistet habe. So existierten bereits ein Positionspapier, ein Leitbild und die Vereinssatzung. Alle Vorarbeiten sind im Internet unter www.mitteinander-huellhorst.de einzusehen. Dort können sich auch potenzielle Mitglieder zur Vereinsgründung in der Ilex-Halle am Dienstag, 5. Oktober, um 18.30 Uhr anmelden.

Bürgermeister Michael Kasche, der sich hinter die Anliegen des Vereins stellt, wurde ein Briefkasten überreicht, in dem Bürger ihre Wünsche einwerfen können. Inzwischen wurde der Briefkasten im Rathaus vor dem Bürgerbüro platziert.

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