Edeka Allison: Verzögerungen auf der Bünder Baustelle – Investition von 4,5 Millionen Euro

Neueröffnung erst am 22. Juli

Bünde

An allen Ecken auf der XXL-Baustelle am Edeka Allison in Ennigloh sind die Handwerker im Einsatz: Gleichzeitig arbeiten sie am Neubau oder sind dabei, die Fleischabteilung zu modernisieren. Allein 4,5 Kilometer Netzwerkkabel werden verlegt. Dennoch verzögert sich der Eröffnungstermin.

Von Kathrin Weege

Marktbetreiber Tim Allison steht hier vor dem Neubau des Edeka-Marktes. Er freut sich, wenn die ersten Kunden ihre Einkaufswagen durch die Gänge schieben. Foto: Kathrin Weege

„Eigentlich wollten wir schon im Juni wieder an den Start gehen. Nun steht fest: Es wird der 22. Juli“, sagt Betreiber Tim Allison, der den Markt vor etwa einem Jahr übernommen hat. Verzögerungen im Stahlbau hätten zu der Verspätung geführt.

Noch ist es eine XXL-Baustelle. Bis zur Eröffnung am 22. Juli ist noch allerhand zu tun. Foto: Kathrin Weege

Für die Kunden soll sich das Warten aber lohnen. „Ganz wichtig war es uns, dass wir die Gänge verbreitern und mehr Platz schaffen“, sagt Allison. Die Verkaufsfläche vergrößert sich von 1140 auf 1600 Quadratmeter. Insgesamt gerechnet kommen durch den Neubau 700 Quadratmeter hinzu. Etwa zwei Millionen Euro investiert der Vermieter der Immobilie, 2,5 Millionen übernimmt der Markt selber.

Und das ist alles neu für die Kunden: Das Bio-Sortiment wird vergrößert, in einer Fischabteilung gibt es täglich frischen Fisch. Eine Salatbar ist geplant, im Bäckerbereich wird es auch warme Speisen geben, draußen wird eine Terrasse installiert.

Blick in den entkernten alten Teil des Edeka-Marktes: Alle Regale werden erneuert, die Gänge verbreitert. Foto: Kathrin Weege

„Wir haben die Fleischtheke mit einem Durchbruch nach hinten geöffnet. Dann können die Kunden sehen, wie unser Fleischer arbeitet oder auch direkt mit ihm sprechen“, so Allison. Der Eingangsbereich wird vergrößert, die Tür wird eine Breite von 2,50 Metern haben. Durch die sechs Meter hohe Glasfassade fällt viel Licht in das Gebäude, das auch im Inneren komplett neu mit Regalen und Kühltechnik eingerichtet wird.

Neben zwei Self-Scanning-Kassen soll es eine Info-Kasse geben, bei der Kunden beispielsweise bei Reklamationen direkt den passenden Ansprechpartner finden. Zwei Leergutautomaten im Eingangsbereich mit einem Telefon, das die Kunden im Störungsfall bedienen können, bieten mehr Service als zuvor.

Einige Bürger hätten sich im Vorfeld gesorgt, dass der Parkplatz durch den Anbau zu klein werde. „Wir haben dann 103 statt 130 Stellplätze. Das ist immer noch weit über dem Durchschnitt“, erklärt Marktleiter Wilhelm Sanwald. Dass der Edeka, der 1999 eröffnet wurde, über so einen großen Parkplatz verfügt, hat einen Grund. „Damals war ursprünglich ein Koppelbau geplant. Neben dem Edeka sollte ein Aldi-Markt mit auf dieses Gelände“, weiß Tim Allison.

Marktleiter Wilhelm Sanwald und Alexander Rohlfing, stellvertretender Marktleiter, in der Fleischabteilung. Foto: Kathrin Weege

56 Mitarbeiter sind im Supermarkt im Holtackerweg beschäftigt. Seit Allison den Markt übernommen hat, hat er das Personal bereits um zehn Personen aufgestockt. Perspektivisch sollen es noch mehr werden. Keiner der Kollegen wurde während der Bauarbeiten entlassen – das letzte Mal hatte der alte Edeka am 10. April geöffnet – oder in Kurzarbeit geschickt. „Teils hatten Kollegen Urlaub, teils genießen sie einfach das gute Wetter“, sagt der Betreiber. Ihm sei es wichtig gewesen, dass er sein gutes Personal halten könne. „Einige arbeiten seit 22 Jahren in dem Markt“, erklärt er.

Die Klinkerarbeiten auf der Baustelle sind bereits abgeschlossen. „Sonst wird aber noch überall gebaut“, sagt Allison.

Er geht davon aus, dass das Dach am Neubau kommende Woche dicht sein wird. Übrigens: Seit 1. Januar wird im Edeka ausschließlich mit Ökostrom gearbeitet.

Startseite