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Paderborner Tagespflegehaus St. Kilian: Fokus auch auf Menschen mit neurologischen Erkrankungen

Neues Konzept in renovierten Räumen

Paderborn

Frisch renoviert besteht das Tagespflegehaus St. Kilian des Caritasverbandes Paderborn schon 30 Jahre. Als erste Einrichtung dieser Art in NRW war St. Kilian schon einmal Trendsetter für ein zeitgemäßes Angebot zur Betreuung älterer Menschen. Aber auch in der Tagespflege haben sich neue Ansätze entwickelt und so hat der Verband in St. Kilian nicht nur neue gestaltete Räume, sondern auch einen weiteren Schwerpunkt gesetzt.

Irene Heinel zusammen mit Pflegefachkraft Anja Kaiser am Motomed (Bewegungstrainer). Foto: Caritasverband Paderborn

Der neue Fokus liegt laut Caritasverband in der Versorgung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall (Apoplex), Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, ALS (amyotrophe Lateralsklerose) oder Neuropathien.

Zudem sehe das neue Konzept vor, dass auch jüngere Menschen unter 60 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen Unterstützung bedürfen, als Gast in St. Kilian willkommen seien, heißt es von der Caritas weiter. Um hier für diese Gäste kompetent aufgestellt zu sein, hat der Caritasverband ein multiprofessionelles Team aus Pflegefachkräften mit unterschiedlichen Ausbildungen und Zusatzqualifikationen, Betreuungskräften sowie Sozialarbeiterinnen, einer festangestellten Ergotherapeutin und einer Motopädin zusammengestellt. Unter Motopädie versteht man eine Methode zur Behandlung psycho- und soziomotorischer Leistungs-, Wahrnehmungs- und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

„Dem therapeutischen Aspekt kommt durch spezifische Kleingruppenangebote, aber auch Einzelbetreuung, eine besondere Rolle zu“, sagt Martina Koch, Leiterin des Tagespflegehauses St. Kilian. Therapeutische Maßnahmen sind Bestandteil im Ablauf des Tagespflegealltags und ergänzen die betreuerischen und pflegerischen Maßnahmen zu einer ganzheitlichen Versorgung. Die Maßnahmen können rehabilitativer und präventiver Art sein. Sie haben den Erhalt und die Förderung größtmöglicher Selbstständigkeit zum Ziel.

Martina Koch betont aber auch, dass „wir selbstverständlich weiterhin das Klientel einer ‚normalen‘ Tagespflege versorgen.“ Denn St. Kilian ist eine Einrichtung für Menschen, die noch in der Lage sind, allein zu leben oder die von Angehörigen oder ambulanten Diensten versorgt werden und sich trotz unterschiedlicher physischer und psychischer Beeinträchtigungen ein möglichst selbstständiges Leben in ihrem gewohnten Lebens- und Familienumfeld wünschen.

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