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Polizei blickt auf Warburger Oktoberwoche zurück – 17-Jähriger springt über Zaun und landet später in Gewahrsam

Neun Anzeigen wegen Körperverletzung

Warburg

Zum Abschluss der Warburger Oktoberwoche zieht die Einsatzleitung der Polizei Bilanz.

Der Sicherheitsdienst und die Polizei hatten in der Warburger Oktoberwoche allerhand Arbeit. In einigen Fällen sei die ausgelassene Stimmung unter jungen Erwachsenen auch in Aggression und Missachtung des Sicherheitsdienstes und der Polizeibeamten ausgeufert, berichtet die Polizei-Einsatzleitung. Foto: Tanja Sauerland

„Unter den jungen Erwachsenen auf dem Festplatz herrschte meist eine ausgelassene Stimmung“, hat der Einsatzleiter und Leiter der Polizeiwache Warburg, Polizeihauptkommissar Georg Arendes, festgestellt. Diese sei in einigen Fällen allerdings auch in Aggression und Missachtung des Sicherheitsdienstes und der Polizeibeamten ausgeufert. „Die Polizei musste mehrere Platzverweise aussprechen und Personen in Gewahrsam nehmen, aber auch Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung aufnehmen“, kommentiert Georg Arendes das Einsatzgeschehen.

Die Polizei war täglich auf dem Festplatzgelände mit Beamten des Streifendienstes und einer „mobilen Wache“ in einem VW-Transporter vertreten.

Vier Personen schlagen auf Mann ein

Auf und unmittelbar neben dem Festplatz wurden insgesamt neun Anzeigen wegen Körperverletzung aufgenommen. Darunter war eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, da vier Personen auf einen Mann eingeschlagen hatten, der eine Gesichtsverletzung davontrug.

15 Mal wurde ein Platzverweis ausgesprochen, insbesondere weil sich Personen am ersten Samstag nicht an die Regeln halten wollten.

Zwei Personen in Gewahrsam

Da er einem Platzverweis nicht nachgehen wollte, musste die Polizei einen 17-Jährigen in Gewahrsam nehmen. Das Ziel des Jugendlichen war, mitgebrachten Alkohol auf das Gelände zu bringen. Dazu kletterte er über den Zaun. Der Sicherheitsdienst sprach dem jungen Mann ein Hausverbot aus und traf ihn dennoch wieder auf dem Kirmesgelände an. Als der 17-Jährige dann von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde, beleidigte er die Beamten.

An dem ersten Kirmeswochenende wurde ein 38-jähriger Mann in Gewahrsam genommen, der dabei Widerstand gegen Polizeibeamte leistete. Der alkoholisierte Mann hatte in der Nacht am Paderborner Tor Passanten angepöbelt und Streit gesucht. Die Polizei sprach ihm einen Platzverweis aus. Gegen 6 Uhr fiel der Mann wieder auf. Rettungskräfte wollten ihn aufgrund einer Verletzung in ein Krankenhaus bringen. Dort randalierte der Mann so heftig, dass die Polizei ihn in Gewahrsam nehmen musste.

Im Laufe der Woche wurden der Polizei auch eine beschädigte Windschutzscheibe durch den Wurf einer Glasflasche und eine gestohlene Handtasche aus einem Pkw gemeldet. Auch ein Hinweis auf Unterschlagung ist eingegangen. Ein junger Mann hatte Geld für eine Gruppen-Taxifahrt von den Beteiligten eingesammelt, das Geld jedoch anderweitig verwendet. Eine Strafanzeige wurde gefertigt.

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