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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Montag, 30. August

Neun Patienten auf Intensivstationen

Paderborn

19 Corona-Patienten werden im Kreis Paderborn derzeit im Krankenhaus behandelt, neun von ihnen intensivmedizinisch. Das teilte die Kreisverwaltung in ihrem Lagebericht am Montagnachmittag mit. Am Freitag lagen noch fünf von 19 Patienten auf einer Intensivstation.

Proben für Corona-Tests werden in einem Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet (Symbolbild). Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, sank dagegen um elf auf 1988. Für den Zeitraum von Freitag bis Montag (jeweils 11 Uhr) gab der Kreis Paderborn 96 Corona-Neuinfektionen bekannt. Da 22 weitere Erkrankte den Angaben zufolge eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 634 Menschen im Kreis offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Am Freitag waren es 560.

Die aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 379, Delbrück 69, Salzkotten 51, Bad Lippspringe 45, Hövelhof 27, Büren 17, Bad Wünnenberg 16, Lichtenau 12, Borchen 10, Altenbeken 8.

30. September 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick. Foto: Kreis Paderborn

Inzidenz im Kreis, in den Kommunen und Nachbarkreisen

Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) und das Robert-Koch-Institut (RKI) wiesen am Montagmorgen einen Wert von 80,1 aus (Datenstand: 0 Uhr), was 247 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht.

Am Sonntag betrug der Wert ebenfalls 80,1, weil der Kreis Paderborn sonntags keine Fälle ans LZG meldet. Am Montag vor einer Woche lag er bei 76 und vor einem Monat noch bei 23,7. Beim LZG sind am Freitag und Samstag 48 bzw. 36 Corona-Fälle neu in die Statistik eingeflossen, davon datierte die Landeseinrichtung in Bochum 28/20 auf den Freitag/Samstag selbst (20/16 Nachmeldungen; siehe unten auch: Melde- und Übermittlungsverzug).

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Montag, 30. August, bei 125,3 und in Deutschland bei 74,1. Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 159,5 – Hochsauerlandkreis 80,7 – Höxter 75,9 – Lippe 102,6 – Soest 77,7.

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand: Montag, 30. August, 11 Uhr):

Altenbeken 65,8 (Freitag: 32,9) – Bad Lippspringe 135,5 (117 ) – Bad Wünnenberg 49,4 (41,1) – Borchen 37,3 (29,9) – Büren 27,9 (13,9) – Delbrück 112,5 (81,3) – Hövelhof 49,1 (49,1) – Lichtenau 113,5 (75,7) – Paderborn 116,7 (118) – Salzkotten 84,1 (64,1).

Inzidenzwert und NRW-Coronaschutzverordnung

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Maßgeblich sind die Inzidenzwerte, die das RKI in einer Tabellendatei auf dieser Website veröffentlicht: https://www.rki.de/inzidenzen.

In Nordrhein-Westfalen ist am Freitag, 20. August, die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten (hier als PDF). Das Regelwerk enthält nicht mehr mehrere Inzidenz- und Maßnahmenstufen. Es gilt das Einsetzen der 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen – ab einer Inzidenz von 35 oder mehr (in einem Kreis/einer kreisfreien Stadt oder landesweit an fünf Tagen hintereinander). Geimpften, genesenen und getesteten Menschen stehen mit der neuen Regelung auch bei höheren Ansteckungszahlen viele Angebote des gesellschaftlichen Lebens offen. Die neue Fassung der Corona-Schutzverordnung gilt zunächst vier Wochen bis einschließlich 17. September. Ein Überblick der neuen Regelungen findet sich hier auf der Internet-Seite des Landes.

Es folgen die vergangenen sieben Werte für den Kreis Paderborn (80,1 – 80,1 – 77,3 – 79,6 – 74,4 – 74,1 – 83,8) und für NRW (127,7 – 125,3 – 124,3 – 125,7 – 122,3 – 114,3 – 108,4).

Impfen und Impfzahlen

„Die Nachfrage bei den verschiedenen Impfaktionen ohne Termin bleibt weiterhin hoch und auch im Impfzentrum Salzkotten nehmen vermehrt Bürgerinnen und Bürger das Angebot zum Impfen ohne Termin wahr“, hieß es im Corona-Lagebericht von Freitag. Deshalb hat das Impfzentrum des Kreises in der Sälzerhalle in Salzkotten diese Woche täglich (außer am Sonntag) geöffnet: von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19.30 Uhr (angeboten werden der Impfstoff von Biontech und vormittags zusätzlich „Johnson & Johnson“). Außerdem werden weitere Impfaktionen im Kreis angeboten (Link zur Übersicht auf der Kreis-Website).

Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat es im Kreis Paderborn bis einschließlich Sonntag, 29. August, folgende Impfungen gegeben:

– in den Arztpraxen: 91.868 (Donnerstag: 91.625) Erstimpfungen, 77.077 (76.821) Folgeimpfungen, 84.012 (83.750) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

– im Kreis-Impfzentrum in der Salzkottener Sälzerhalle: 79.852 (78.396) Erstimpfungen, 76.916 (76.069) Folgeimpfungen, 79.614 (78.362) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

Zudem impfen Krankenhäuser und Betriebsärzte. Seit Juni werden mobil durchgeführte Impfungen zum Großteil im Impfzentrum dokumentiert.

www.corona-kvwl.de/impfbericht

Dashboard des Kreises Paderborn zu Corona-Impfungen

Hintergrund

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung.

Und hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Kreis Paderborn: „Für die Städte und Gemeinden veröffentlichen wir kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen. ... Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. So meldet der Kreis Paderborn Personen mit einem positiven Schnelltest (POC-Test) als Infektionsfall und veröffentlicht diese, noch bevor er durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Das LZG veröffentlicht hingegen gemäß den bundesweiten RKI-Vorgaben Infektionsfälle mit einem positiven PCR-Test. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“ Quelle: Kreis Paderborn (Reiter „Copyright“)

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