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Umfrage bei heimischen SPD-Kreisvorsitzenden vor den beiden Bundesparteitagen – Ex-Juso-Chef soll Generalsekretär werden

Nicht alle stehen auf Kevin Kühnert

Bielefeld

Die SPD ist obenauf. Die Partei wird die nächste Bundesregierung anführen und den Bundeskanzler stellen. An diesem Samstag stimmen die Delegierten aus den Kreisverbänden und Unterbezirken beim digitalen außerordentlichen Bundesparteitag über den mit Grünen und FDP ausgehandelten Koalitionsvertrag ab. Eine Woche später stehen beim regulären Parteitag personelle Entscheidungen an: Saskia Esken will Vorsitzende bleiben, Noch-Generalsekretär Lars Klingbeil Vorsitzender werden und NRW-SPD-Chef Thomas Kutschaty Bundes-Vize. Kevin Kühnert soll an diesem Freitag von Präsidium und Parteivorstand als Generalsekretär vorgeschlagen werden.

Von Andreas Schnadwinkel

Sechs Kreisvorsitzende und eine Unterbezirksvorsitzende stehen für die SPD in Ostwestfalen-Lippe.

„Ich erwarte breite Zustimmung zum Koalitionsvertrag“, so Stefan Schwartze. Dass die Jungsozialisten (Jusos) ruhig sind, wundert den SPD-Bundestagsabgeordneten aus Vlotho und Herforder Kreisvorsitzenden nicht: „Die haben ja mitverhandelt.“ Das Duo Esken/Klingbeil werde funktionieren, denn das „haben sie im Wahlkampf und bei den Verhandlungen schon bewiesen“. Klingbeil sei an der Parteispitze „zum jetzigen Zeitpunkt genau der Richtige“. Bedeckt hält sich Schwartze bei der Personalie Kevin Kühnert. Dass der SPD-Vize und Ex-Juso-Chef Generalsekretär werden soll, daraus macht Wiebke Esdar, Chefin des Unterbezirks Bielefeld, kein Geheimnis. „Er will das auch“, sagt die Bundestagsabgeordnete und einflussreiche Parteilinke. Esken und Klingbeil ständen für „Stabilität und Kontinuität. Es wird ein klares Votum für den Koalitionsvertrag geben, denn er ist gut verhandelt“, so Esdar.

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