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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag, 17. September: Inzidenz weiter gesunken

Nur noch rund 600 Infizierte – insgesamt nun 339 Impfdurchbrüche

Paderborn/Salzkotten

In Deutschland, in NRW und im Kreis Paderborn ist die Wocheninzidenz gesunken. Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten geht im Kreis weiter zurück und das Gesundheitsamt informiert – bei mittlerweile mehr als 200.000 vollständig Geimpften – über die mittlerweile insgesamt 339 Impfdurchbrüche.

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Eine Mitarbeiterin eines Labors hat ein Röhrchen mit Blut für einen Corona-Antikörper-Test in der Hand. Foto: Marijan Murat/dpa

Für den Zeitraum von Donnerstag bis Freitag (jeweils 11 Uhr) hat die Kreisverwaltung 32 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben. Da 100 weitere Erkrankte als genesen gelten, sind derzeit 601 Menschen offiziell mit Sars-CoV-2 infiziert, 66 weniger als am Donnerstag.

Die aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 259, Delbrück 73, Salzkotten 58, Hövelhof 54, Bad Lippspringe 37, Altenbeken 33, Büren 32, Bad Wünnenberg 22, Lichtenau 22, Borchen 11.

Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, ist gegenüber dem Vortag weiter gesunken – von 1891 auf 1722.

26 Corona-Patienten werden im Kreis Paderborn derzeit im Krankenhaus behandelt, neun von ihnen intensivmedizinisch (Donnerstag: 28/15).

Inzidenzwerte

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) hat am Freitagmorgen für den Kreis Paderborn eine Wocheninzidenz von 75,2 ausgewiesen (Datenstand: 0 Uhr), was 232 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht. Beim LZG sind am Donnerstag 34 Corona-Fälle aus dem Kreis Paderborn neu in die Statistik eingeflossen, davon datierte die Landeseinrichtung in Bochum 18 auf den Tag selbst (16 Nachmeldungen; siehe unten auch: Melde- und Übermittlungsverzug). Am Donnerstag lag der Wert bei 83,7, am Freitag vor einer Woche bei 99,2 und vor einem Monat noch bei 79,3. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. 160 Tote sind im Kreis Paderborn seit Pandemiebeginn in Verbindung mit einer Infektion zu beklagen. Der letzte Todesfall wurde am 24. August bekannt.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Donnerstag, 16. September, bei 81,8 (Vortag: 87,9) und in Deutschland bei 74,7 (76,3). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 72,6 (72,4) – Hochsauerlandkreis 63,3 (73,4) – Höxter 68 (68) – Lippe 179,8 (185) – Soest 38,2 (40,9).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand: Freitag, 17. September, 11 Uhr): Altenbeken 153,8 (Donnerstag: 142,8) – Bad Lippspringe 54,9 (48,8) – Bad Wünnenberg 106,5 (114,7) – Borchen 44,5 (59,4) – Büren 69,9 (74,6) – Delbrück 81,2 (96,8) – Hövelhof 160,3 (191,1) – Lichtenau 75,8 (85,3) – Paderborn 78,4 (84,3) – Salzkotten 96 (96).

Blick auf die Altersverteilung

Nach Angaben des LZG sieht die Inzidenz im Kreis Paderborn wie folgt bei den verschiedenen Altersgruppen aus (Datenstand: 15.9., 0 Uhr).

0 bis 4 Jahre: 80,8

5 bis 9 Jahre: 180,1

10 bis 14 Jahre: 230

15 bis 19 Jahre: 156,7

20 bis 24 Jahre: 115,8

25 bis 29 Jahre: 103,7

30 bis 34 Jahre: 98,9

35 bis 39 Jahre: 105,9

40 bis 44 Jahre: 104,3

45 bis 49 Jahre: 81,4

50 bis 54 Jahre: 50,8

55 bis 59 Jahre: 38,1

60 bis 64 Jahre: 29,5

65 bis 69 Jahre: 22,7

70 bis 74 Jahre: 17,6

75 bis 79 Jahre: 17,6

80 bis 84 Jahre: 23

85 bis 89 Jahre: 34,7

über 90 Jahre: 56,3

Impfen und Impfzahlen

Im Paderborner Kreisgesundheitsamt sind bislang insgesamt 339 Impfdurchbrüche (161 Frauen, 178 Männer) verzeichnet worden (Stand, 16.9.). Am 9. September lag die Zahl bei 205 und am 2. September bei 146. Ein Impfdurchbruch ist laut RKI eine Infektion bei vollständig geimpften Personen (positiver PCR-Test), die auch Symptome entwickeln. Die Kreisverwaltung zitiert das RKI: Dass es mit steigender Impfquote zu mehr Impfdurchbrüchen komme, sei zu erwarten. Die Wirksamkeit der Covid-19-Impfungen sei sehr gut, aber keine Impfung schütze zu 100 Prozent. Die Impfung sorge aber dafür, dass schwere Covic-19-Verläufe bei Geimpften sehr selten seien. Im Kreis Paderborn wurden bislang vier vollständig geimpfte Personen im Krankenhaus behandelt. Ein Erkrankter war Mitte 70 und litt unter Vorerkrankungen. Er ist inzwischen genesen. Drei weitere Personen sind über 80 und werden derzeit im Krankenhaus behandelt.

Das Impfzentrum des Kreises in der Sälzerhalle in Salzkotten hat diese Woche wie folgt geöffnet: Montag bis Freitag: 14-19.30 Uhr; Samstag: 8-13 und 14-19.30 Uhr; Sonntag: geschlossen. Angeboten werden der Impfstoff von Biontech (ab 12 Jahren) und vormittags zusätzlich „Johnson & Johnson“ (ab 18). Ein Termin ist nicht erforderlich.

Außerdem werden weitere Impfaktionen im Kreis angeboten (Link zur Übersicht auf der Kreis-Website). Denn der Kreis Paderborn beteiligt sich an der gemeinsamen Impfwoche „HierWirdGeimpft“ von Bund, Ländern und Kommunen. Das Impfen soll so einfach wie möglich gemacht werden. Landrat Christoph Rüther appellierte vergangene Woche an alle, die impffähig sind und noch nicht geimpft sind, jetzt die Chance zu nutzen und für sich und andere die Ärmel hochzukrempeln: „Die Impfung ist zunächst eine persönliche Entscheidung. Sie hat jedoch auch Konsequenzen für andere und letztlich für uns alle. Die Impfung ist der Weg raus aus der Pandemie, zurück in einen verlässlichen Alltag, vor allem auch für unsere Jüngsten.“ Die Impfungen ohne Termin werden an folgenden Orten angeboten: Job-Center Paderborn, Rathenaustraße 96, Paderborn: Dienstag, 14.9., 10-15 Uhr; Berufskolleg-Zentrum Maspernplatz, Paderborn, Mittwoch, 15., und Donnerstag, 16.9., 9-15 Uhr; Gregor-Mendel-Berufskolleg, Paderborn, Freitag, 17.9., 9-15 Uhr; Delbrücker Night-Shopping, Parkplatz Wiemenkamp, Delbrück, Freitag, 17.9., 16-21 Uhr; Gesamtschule Büren, Kleffnerstraße 4, Büren, Sonntag, 19.9., 11-16 Uhr.

Eine Impfaktionen der niedergelassenen Ärzte gibt in der Gemeinde Hövelhof: Samstag, 18. September, 10-12 Uhr, Kulturscheune im Schlossgarten

Weitere Infos auf der Seite der Gemeinde Hövelhof:

Nach Angaben des Kreises Paderborn vom 15.9. sind 64,9 Prozent der Gesamtbevölkerung des Kreises (308.335) vollständig geimpft. Das sind 200.052 Personen.

Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat es im Kreis bis einschließlich 16.9. folgende Impfungen in Arztpraxen und im Impfzentrum gegeben:

– in den Arztpraxen: 95.593 (Vortag: 95.372) Erstimpfungen, 80.411 (80.095) Folgeimpfungen, 87.584 (87.244) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen), 1141 (853) Auffrischungsimpfung/Booster-Impfungen

– im Kreis-Impfzentrum in der Salzkottener Sälzerhalle: 83.215 (83.073) Erstimpfungen, 80.411 (80.179) Folgeimpfungen, 84.015 (83.741) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen), 116 (105) Auffrischungsimpfungen/Booster-Impfungen

Zudem impfen Krankenhäuser und Betriebsärzte. Seit Juni werden mobil durchgeführte Impfungen zum Großteil im Impfzentrum dokumentiert.

Für den Fall, dass Patienten keinen festen Hausarzt haben, hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe eine Liste von Praxen veröffentlicht, die Zweitimpfungen anbieten: www.corona-kvwl.de/zweitimpfung.

www.corona-kvwl.de/impfbericht

Dashboard des Kreises Paderborn zu Corona-Impfungen

Wie berichtet, werden bei der Bewertung der Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen seit dem 11. September auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt (www.lzg.nrw.de/inf_schutz/corona_meldelage). Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen ist gestrichen (aktualisierte Coronaschutzverordnung als PDF, gültig ab 11. September). Konkret ändern wird sich vorerst aber nichts. Die 3G-Regelung (Geimpft, getestet oder genesen) für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen bleibe aufgrund des Infektionsgeschehens bis auf weiteres bestehen, betonte das Gesundheitsministerium. Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legt die Schutzverordnung nicht fest. Neben den Krankenhausdaten und der Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) fließen beispielsweise auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle und die Altersstruktur der Infizierten in die Beurteilung ein.

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung.

Und hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF, darin: § 1 Zielsetzung, Schutzmaßstab: „(3) Das Maß der mit dieser Verordnung angeordneten Schutzmaßnahmen orientiert sich insbesondere an der Anzahl der in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) in ein Krankenhaus aufgenommenen Personen je 100000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Weitere Indikatoren sind die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten, der Anteil der intensivpflichtigen COVID-19-Fälle an der ITS-Kapazität, die Anzahl der gegen COVID-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes“. Die neue Fassung der Coronaschutzverordnung gilt zunächst bis zum 8. Oktober. Damit könne rechtzeitig vor den Herbstferien das Infektionsgeschehen neu bewertet werden, hieß es.

Mitteilung des NRW-Gesundheitsministerium vom 10. September 2021:

„Die (neuen) drei Leitindikatoren sind:

1. Leitindikator: 7-Tage-Hospitalisierung

Die Zahl misst, wie viele infizierte Personen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Sie ist damit ein Indikator für die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und kann einen frühen Hinweis auf eine drohende Überlastung des Gesundheits- und Krankenhaussystems geben.

Für den Hospitalisierungsindikator werden in Nordrhein-Westfalen zwei Werte ausgewiesen: Erstens der anhand der Vorgaben des RKIs berechnete Wert. Dieser beruht auf den Meldungen der Gesundheitsämter, die den bereits von ihnen gemeldeten Infektionsfällen nachträglich die namentlichen Einweisungsmeldungen aus den Krankenhäusern zuordnen. Dieser Wert ist vor allem bedeutsam, weil er bundesweit einheitlich errechnet wird und damit eine bundeseinheitliche Bewertung des Infektionsgeschehens ermöglicht. Allerdings erfordert der Wert eine Einzelfallbearbeitung jedes Infektionsfalles durch die Gesundheitsämter, die gerade in der aktuellen Belastungssituation manchmal erst nach einigen Arbeitstagen abgeschlossen ist.

Um zusätzlich einen aktuelleren Hinweis auf die Hospitalisierungen zu ermöglichen, wird zweitens zusätzlich der Hospitalisierungsindikator ausgewiesen, der sich unmittelbar aus den täglichen (nicht namentlichen) Gesamtmeldungen der Krankenhäuser über die Aufnahme von Covid-19-Patienten im Informationssystem Gefahrenabwehr NRW (IG NRW) ergibt. Dieser Wert ermöglicht eine sehr aktuelle Einschätzung, weicht aber naturgemäß von dem RKI-basierten Wert ab und wird am gleichen Meldetag jedenfalls in Perioden eines ansteigenden Infektionsgeschehens in der Regel höher liegen.

2. Leitindikator: COVID-Anteil an der Intensivkapazität

Dieser Indikator bildet die Belastung der Intensivstationen ab und steht damit unmittelbar für das Risiko einer Überlastung dieser medizinischen Versorgungsstrukturen. Der Anteil, mit dem Covid-19-Patientinnen und -Patienten die intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten auslasten, wird durch die Zahl der neu aufgenommenen Patienten bestimmt, sie ist aber auch abhängig von der Dauer der notwendigen Hospitalisierung (Liegezeit) und der (personellen) Aufwände bei der Behandlung.

Anhand des Grades der Auslastung der Intensivstationen können Schutzmaßnahmen vor allem so ausgerichtet werden, dass andere erforderliche medizinische Behandlungen (schwere Operationen etc.) nicht aufgrund einer Überlastung der Bettenkapazitäten verschoben werden müssen.

Die Berechnung erfolgt auf Basis der Daten aus dem Register der Fachgesellschaft der Intensivmediziner (DIVI) als Prozentanteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen an den betreibbaren Erwachsenen-Intensivbetten. Auch hier ist durch den Rückgriff auf das DIVI-Register eine Vergleichbarkeit mit den Bundeswerten gegeben.

3. Leitindikator: 7-Tage-Inzidenz

Auch die bereits bekannte 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bleibt ein wichtiger Indikator. Steigt dieser Wert, bedeutet das, dass sich die Infektion schneller und breiter in der Bevölkerung ausbreitet. Insbesondere die altersbezogenen Inzidenzen sind nach wie vor ein guter Maßstab dafür, in welchem Ausmaß vulnerable Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Anhand der Inzidenz kann die Wirksamkeit von Corona-Schutzmaßnahmen relativ zeitnah abgelesen werden. Zudem bleibt die 7-Tage-Inzidenz ein guter Indikator dafür, in welchem Maß eine Kontaktpersonennachverfolgung noch möglich ist. Die 7-Tage-Inzidenz ist darüber hinaus ein wichtiger Frühindikator für das Geschehen in den Krankenhäusern.“

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“ Das schreibt das RKI zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website

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