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Polizisten in OWL werden mit Elektroschockern ausgestattet

Paderborn und Gütersloh erhalten Taser

Paderborn/Gütersloh

Die Kreispolizeibehörden Paderborn und Gütersloh sollen in diesem Jahr mit Tasern, so genannten Elektroschockern, ausgestattet werden. Das haben am Dienstag die beiden Paderborner Landtagsabgeordneten Marc Lürbke (FDP) und Daniel Sieveke (CDU) mitgeteilt. Für die beiden Behörden werden jeweils etwa 70 Geräte angeschafft.

Von Ingo Schmitz

So sieht der Taser 7 aus, der auch in Paderborn und Gütersloh künftig zur Ausstattung der Polizisten gehören soll. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

„Insgesamt sollen nach dem erfolgreichen Pilotversuch elf Behörden die Taser erhalten. Dafür stellt das Land 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bestellung erfolgt im ersten Quartal 2022“, sagte Lürbke dieser Zeitung. Wann die Geräte geliefert werden, ist noch unklar. Die Wahl ist auf den Taser 7 von Axon gefallen.

Aktuell seien in NRW bereits 744 Geräte im Einsatz. „Ich freue mich, dass nun auch die Kreispolizeibehörden Paderborn sowie Gütersloh dazu gehören. Ich bin vor einigen Tagen bei der Polizei in einer Nachtschicht mitgefahren und habe dabei ein sehr positives Feedback erhalten. Die Polizisten sind von der präventiven Wirkung der Taser überzeugt. Allein das elektrische Geräusch hält Angreifer davon ab, auf Polizisten loszugehen“, berichtete der FDP-Abgeordnete.

Und Daniel Sieveke sagte: „Ich bin dankbar, dass die Kreispolizeibehörde Paderborn nun zu den Ersten zählt, die mit Distanzimpulsgeräten ausgestattet wird. Für den Schutz unserer Polizistinnen und Polizisten in Paderborn ist das eine sehr gute Nachricht. Marc Lürbke als Innenpolitischer Sprecher und ich als Vorsitzender des Innenausschusses haben uns sehr für die Anschaffung von Tasern eingesetzt. Unser Kreis mit der Großstadt Paderborn und dem ländlichen Umfeld mit kleineren und mittleren Städten und Gemeinden ist besonders geeignet, Erfahrungen mit den Distanzelektroimpulsgeräten zu sammeln. Ich bin mir mit Innenminister Herbert Reul einig darüber, dass Taser ein ebenso wirksames wie im Vergleich zur Schusswaffe mildes Mittel zur Deeskalation sind. Oft reicht schon die bloße Androhung des Tasereinsatzes, um Angreifer zu stoppen.“

Bevor jedoch die Taser tatsächlich zum Einsatz kommen könnten, müssten die Beamten auf jeden Fall besonders geschult werden, betonte Lürbke. Das betreffe sowohl den Umgang, die Einsatzgebiete als auch die Grenzen eines Elektroschockers, der die Lücke zwischen dem Pfefferspray und der Schusswaffe schließen soll.

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