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Unter Drogen, ohne Führerschein, mit ausgeschriebenem Kennzeichen: Mann (25) beschäftigt die Polizei stundenlang

Paderborner Autofahrer flüchtet vor Streifenwagen

Paderborn/Werl/Arnsberg

Da kommt einiges zusammen: Einen Paderborner, der vor der Polizei flüchtete und gefasst wurde, erwartet unter anderem ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls, der Urkundenfälschung, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Der Autobahnpolizei Arnsberg fiel Mittwochnacht auf der A 44 ein Fahrzeug auf, das die Einsatzkräfte gleich mehrere Stunden beschäftigen sollte. „Zur Fahndung ausgeschriebene Kennzeichen waren hier nur der Anfang“, so die Polizei Dortmund am späten Mittwochnachmittag.

Gegen 0.15 Uhr befand sich eine Streifenwagenbesatzung im Bereich der Parkplätze der Rast- und Tankanlage „Am Haarstrang“ in Werl. Als sie ein Volkswagen in Fahrtrichtung Büren passierte, überprüften sie die amtlichen Kennzeichen: Sie waren zur Fahndung ausgeschrieben. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und gaben dem mit vier Personen besetzten Fahrzeug Anhaltezeichen. Nachdem der Fahrer dem Streifenwagen zunächst folgte, entschloss er sich an der Abfahrt Werl-Süd, vor der Polizei zu flüchten.

Weitere Polizeikräfte nahmen das Auto auf der B 516 in Höhe Hambuschweg kurz vor der Gemeinde Ense (Kreis Soest) wieder auf. In einem Feldweg folgte die Kontrolle. Der 25-jährige Fahrer aus Paderborn gab sich laut Polizei mit Blick auf eine im Raum stehende Straftat unwissend. Das Auto hätte er an einem Bahnhof gekauft – erst am Vortag für einen mittleren dreistelligen Betrag. Dokumente oder einen Kaufvertrag besaß er keine und auch keine Fahrerlaubnis.

Die Autobahnpolizei durchsuchte mit Unterstützung von Beamten der Polizeiwachen Soest und Werl das Fahrzeug. Sie entdeckten Betäubungsmittel, die sie beschlagnahmten. Die Fahrzeugidentifikationsnummer wurde überprüft: Das Auto war seit August dieses Jahr außer Betrieb gesetzt. Ein Versicherungsschutz bestand somit nicht. Aufgrund der ungeklärten Eigentumsverhältnisse blieb auch das Auto in polizeilicher Verwahrung. Die Kennzeichen stellte die Polizei sicher.

Ein freiwilliger Drogenvortest, der positiv auf THC und Kokain verlief, erhärtete den Verdacht, dass der 25-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Arzt entnahm dem Paderborner eine Blutprobe. Neben dem Fahrer brachten die Polizisten auch einen 21-Jährigen zur Wache, dessen Identität vor Ort nicht abschließend geklärt werden konnte.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer (18, 21, 22 und 25 Jahre alt) entlassen. Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft, so die Polizei Dortmund weiter, lagen nicht vor. Das Quartett aus Paderborn trat nach eigenen Angaben die Heimreise per Bahn an.

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