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Visuelle Eindrücke von dem Jahrhundertereignis für die Zukunft sichern

Paderborner Stadtarchiv sammelt Tornado-Aufnahmen

Paderborn

Der Tornado, der am 20. Mai eine Schneise der Verwüstung durch Paderborn geschlagen hat, wird in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingehen. Das Stadt- und Kreisarchiv ist nun darum bemüht, alle visuellen Eindrücke, die von diesem Jahrhundertereignis erstellt und gesammelt wurden, zu sichern.

Das Paderquellgebiet zwei Tage nach dem Tornado. Foto: Oliver Schwabe

Etliche Paderborner haben Fotos und Filme aufgenommen, von den Schäden an ihrem Haus und ihrer Wohnung, von den Aufräumarbeiten, für die es vielfach Unterstützung gab, von den Reparaturarbeiten im Laufe der kommenden Wochen und Monate. Meist wurden und werden diese Aufnahmen mit dem Smartphone gemacht. „Sie drohen spätestens mit dem neuen Smartphone verloren zu gehen – denn wer macht sich die Mühe, all die vielen Schnappschüsse zu sichern und zu überspielen?“, fragt die Paderborner Stadtverwaltung. Es werde so viel fotografiert wie noch nie in der Geschichte der Menschheit, doch überliefert würden womöglich so wenige Aufnahmen wie noch nie: Es drohe der „digitale Alzheimer“, schreibt die Verwaltung in einer Mitteilung.

Damit nicht auch die visuellen Eindrücke des Paderborner Tornados dem „digitalen Alzheimer“ anheimfallen, bietet das Stadt- und Kreisarchiv an, alle Fotos zu übernehmen, zu bewerten und eine fundierte Auswahl für künftige Generationen zu sichern. Wer seine Fotos und Filme geben möchte, erreicht das Stadt- und Kreisarchiv per E-Mail unter [email protected] oder unter Telefon 05251/8811593.

Alle Berichte, Videos und Fotostrecken zum Unwetter in OWL und zum Tornado in Paderborn finden Sie auf unserer Themenseite: www.westfalen-blatt.de/unwetter.

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