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Höhere Präsenz gefordert

Paderquellgebiet: CDU kritisiert Polizei

Paderborn

Die CDU-Fraktion im Paderborner Stadtrat kritisiert die Polizei. Auch wenn die Personaldecke dünn sei, so Fraktionschef Markus Mertens, so dürften die Bürger bei den nächtlichen Ruhestörungen im Paderquellgebiet eine deutlich bessere Unterstützung und Präsenz durch die Beamten erwarten.

Das Paderquellgebiet in Paderborn. In warmen Sommernächten ist es am Wochenende ein beliebter Treffpunkt für junge Leute. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet,kommt es immer allwöchentlich zu Ansammlungen junger Menschen. Laute Musik und Gegröle nerven bis in die Nacht die Anwohner. Am vergangenen Wochenende hatte es die Polizei ab Mitternacht mit zahlreichen Beschwerdeanrufen zu tun. Weil die Kräfte aber wegen einer Suchaktion am Lippesee gebunden waren, seien die ersten Einsatzkräfte erst um 2 Uhr im Paderquellgebiet eingetroffen. Das Gebiet, in dem sich 300 Personen aufhielten, wurde geräumt.

„Ich habe größtes Verständnis dafür, dass die vor allem jüngeren Menschen nach der langen und quälenden Corona-Auszeit wieder vor die Tür wollen, um abzufeiern“, sagt Mertens. Dies müsse aber im tolerierbaren Rahmen bleiben.

Stellvertretender Bürgermeister Honervogt fordert konsequentes Durchgreifen

Neben den städtischen Mitarbeitern der B.O.S.S.-Wache müsse auch die Polizei mehr ins Rad greifen, meint die CDU. „Das Modell der Ordnungspartnerschaft hat sich bewährt“, sagt Mertens. Allerdings funktioniere eine Partnerschaft nur so lange, wie die Partner auch gleiche Beiträge leisteten. Stellvertretender Bürgermeister Dieter Honervogt fordert ein konsequentes Durchgreifen. Und stellvertretender Fraktionschef Karsten Grabenstroer meint: „Einzelne Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die weder eine polizeiliche Ausbildung noch die Ausrüstung haben, können gegen eine solche Vielzahl kaum etwas ausrichten.“

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