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Gutachter schlagen nun auch erhebliche Einschränkungen für den Autoverkehr in den Stadtbezirken vor

Parken wird teuer, Tempo geht runter

Bielefeld

Anwohnerparken soll nicht mehr 30, sondern 365 oder gar 732 Euro im Jahr kosten, Tempo 30 oder 20 fast flächendeckend eingeführt werden, und wichtige Hauptstraße werden nicht nur im Zentrum zurückgebaut. Das von der Stadt beauftragte Büro Inovaplan hatte bereits im Frühjahr mit seinem Gutachten für die Innenstadt hitzige Debatten ausgelöst. Jetzt hat es seine Untersuchung zu den Stadtbezirken vorgelegt. Am nächsten Dienstag wird sie im Stadtentwicklungsausschuss des Rates behandelt.

Von Michael Schläger

Für den fließenden Verkehr schlagen die Gutachter einschneidende Maßnahmen vor, im moderaten Szenario würde das „Tempo 30“ bedeuten. Foto: Thomas F. Starke

Das Ziel ist dabei klar formuliert: Mit einschränkenden Maßnahmen soll der Autoverkehr nachhaltig reduziert werden, Anreize zur Pkw-Nutzung sollen abgebaut werden. Die angestrebte Halbierung des motorisierten Individualverkehrs wird aber selbst dann nicht erreicht, wenn statt der „moderaten“ die „progressiven“ Gutachter-Vorschläge umgesetzt würden. Maximal zehn Prozent weniger wären drin. Das ist eines der ernüchternden Ergebnisse der Analyse. Aktuell macht der Autoverkehr 51 Prozent des Verkehrsaufkommens in Bielefeld aus. Jeden Tag werden in der Stadt 4,6 Millionen Fahrzeugkilometer zurückgelegt.

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