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Betrunkene Peugeot-Fahrerin rammt Passat – auch zwei Kinder erleiden leichte Blessuren

Passant verhindert Unfallflucht von schwerverletzter Frau

Rödinghausen

Erst baut eine offensichtlich stark betrunkene Rödinghauserin mit ihrem Peugeot einen Unfall, bei dem auch zwei Kinder zu Schaden kommen, dann versucht die Schwerverletzte mit ihrem Wagen auch noch vom Tatort zu fliehen. Nur das beherzte Eingreifen eines zufällig vorbeikommenden Passanten verhindert, dass sich die Frau aus dem Staub machen kann.

Zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten ist es am Mittwochnachmittag in Rödinghausen gekommen.  Foto: Jörn Hannemann/Symbolbild

Wie die Polizei mitteilt, war dem Zeugen (26) die Fahrweise der Frau (50) am vergangenen Mittwochnachmittag schon im Vorfeld des Crashs komisch vorgekommen. In Schlangenlinien und mit überhöhter Geschwindigkeit soll die Peugeotfahrerin mit ihrem Fahrzeug gegen 16.55 Uhr über die Bruchstraße in Bruchmühlen gebrettert sein.

Kurze Zeit später krachte ihr Wagen dann in den VW-Passat eines 39-jährigen Rödinghausers. Dieser hatte seinen Wagen kurz zuvor am Fahrbahnrand gestoppt, weil er in eine Einfahrt einbiegen wollte.

Zeuge hindert verletzte Frau an Weiterfahrt

Der Unfallzeuge aus Melle eilte daraufhin zum demolierten Wagen der 50-Jährigen, um ihr zur Hilfe zu kommen. „Da die Frau trotz ihrer Verletzungen Anstalten machte, ihre Fahrt einfach fortzusetzen, hinderte der Zeuge sie daraufhin an der Weiterfahrt“, so eine Polizeisprecherin. „Der Mann hat in dieser Situation schnell und gut gehandelt“, lobt sie den Meller.

Die Unfallverursacherin wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht werden musste. Auch der Passat-Fahrer wurde verletzt und von den Rettungskräften in eine Klinik transportiert. Im VW des 39-Jährigen befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls zudem seine drei Kinder. Zwei von ihnen, ein neunjähriger Junge und ein elfjähriges Mädchen, erlitten durch den Aufprall ebenfalls leichte Blessuren. Sie wurden direkt vor Ort von den herbeigeeilten Rettungssanitätern versorgt.

Bruchstraße musste einige Zeit gesperrt bleiben

Weil die alarmierten Polizeibeamten, die den Unfall aufnahmen, bei der 50-Jährigen Anzeichen von Alkoholkonsum entdeckten, wurde der Frau im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Die Ordnungshüter stellten zudem den Führerschein der Rödinghauserin sicher.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Bruchstraße einige Zeit gesperrt bleiben. Die Polizei beziffert den Sachschaden an den beiden beteiligten Fahrzeugen auf rund 11.000 Euro.

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