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Wegen fehlender Mehrheit stimmt der Hauptausschuss gar nicht erst über das Ende des Haller-Willem-Hauses ab

Politik will keinen schnellen Abriss

Halle

Das sogenannte „Haller-Willem-Haus“ an der Ortsdurchfahrt Lange Straße wird entgegen dem Willen der Stadtverwaltung nicht sofort abgerissen. Nach engagierter Diskussion mit Pro und Contra im Hauptausschuss wurde deutlich, dass der Bürgermeister für seinen Vorschlag keine Mehrheit kriegen würde.

Von Stefan Küppers

Diese Luftaufnahme von der viel diskutierten Häuserzeile an der Langen Straße zeigt die Verhältnisse, wie sie noch vor wenigen Jahren herrschten, als hinter dem Haller-Willem-Haus und der benachbarten Gaststätte Taverne (3. und 4. Haus obere Straßenseite von links) noch keine neuen Bauplätze am Sandgrabenweg (Innenbereich) entstanden waren.

Die Beschlussformulierung in der Vorlage DS 344/2021 war eindeutig: „Das Gebäude Lange Str. 30 wird abgerissen.“ Doch am Ende einer denkwürdigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend wurde darüber gar nicht mehr abgestimmt, weil es dafür wohl keine Mehrheit gegeben hätte. Und so wird das Haus, in dem Wilhelm Stukemeier mit seiner Familie gelebt und gearbeitet hat, jenem „Haller Willem“, dem die Stadt ein Denkmal gewidmet hat, noch eine Weile stehenbleiben können. Dass später dennoch ein Abriss erfolgen könnte, erscheint nach einer teils leidenschaftlich geführten Diskussion nicht ausgeschlossen.

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