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Umstrittenes Thema ++ Experten sehen Photovoltaik auf Sandsteindächern in Altstädten kritisch ++ mit Pro und Contra

Politik will Soldardach-Pflicht

Höxter

Es sieht so aus, als könnten Solaranlagen auf deutschen Dächern bald Vorschrift sein. Erste Bundesländer schaffen bereits Fakten. Immer mehr Politiker sprechen sich für eine Pflicht von Solaranlagen auf Hausdächern aus. So auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock beim Kanzler-Triell am 29. August. Im Wahlprogramm der Grünen ist von einer Solardach-Pflicht ab 2022 für Neubauten und Sanierungen die Rede. Doch nicht nur die Grünen scheinen daran Gefallen gefunden zu haben. Nun fordert auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mehr Solardächer (Pflicht für Photovoltaik und Dämmungs-Regeln).

Von Michael Robrecht

Müssen bald Solaranlagen auf die Dächer der Fachwerkhäuser in Höxter? Foto: Michael Robrecht

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sprach sich Altmaier diese Woche zudem für Investitionsvorschüsse für Solardächer aus. Er überlege, eine „Duldungspflicht“ für unwillige Hausbesitzer einzuführen. Es seien viel mehr Solardächer als bisher nötig. Um den Ausbau der Solardächer zu ermöglichen, will der Minister vor allem städtische und landeseigene Bauten aufrüsten. Dazu möchte er mit Bund, Ländern und Gemeinden klären, dass auf allen neuen öffentlichen Gebäuden Solaranlagen, also entweder Photovoltaik oder Solarthermie, oder ein Mix aus beidem installiert werden. Bestehende Gebäude sollten „so schnell wie möglich“, spätestens bis 2028, mit Solaranlagen auf dem Dach nachgerüstet werden. Ähnliches solle auch für Gewerbebauten und große Mietshausanlagen gelten.

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