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Bielefeld: Hochzeitsfeier verstößt gegen Corona-Regeln

Polizei steckt Bräutigam in Zelle

Bielefeld

In Bielefeld musste am Wochenende ein Bräutigam die Hochzeitsnacht in einer Zelle verbringen.

Der angeblich „schönste Tag des Lebens“ endete für einen Bielefelder in der Gewahrsamszelle Foto: dpa-tmn

Im Stadtteil Hillegossen war eine Hochzeitsfeier aus dem Ruder gelaufen. Weil in der Stadt noch die Bundesnotbremse galt, wollte das Ordnungsamt die Feier in einem Wohnhaus auflösen. Als die Gäste den Platzverweisen der städtischen Mitarbeiter nicht nachkamen, wurden Polizisten zur Verstärkung gerufen. Das ließ die meisten Feiernden aber offenbar unbeeindruckt, so dass weitere Kräfte anrücken mussten. Insgesamt sollen etwa 20 Polizisten im Einsatz gewesen sein. Vor dem Haus kam es erst zu verbalen Auseinandersetzungen, dann zu körperlichen. Der Bräutigam (24) soll dabei einem Beamten mit der Faust geschlagen haben. Ein zweiter Beamte konnte einem Schlag ausweichen, und die Faust landete in einer Scheibe, wobei sich der Bräutigam leicht verletzte. Polizisten begleiteten ihn ins Krankenhaus und steckten ihn anschließend in eine Gewahrsamszelle – wie zwei Hochzeitsgäste (beide 23), die auch aggressiv gewesen sein sollen. Polizeisprecher Michael Kötter: „Alle drei blieben zur Verhinderung weiterer Taten bis zum Morgen im Polizeigewahrsam und wurden angezeigt.“.

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