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Corona-Zahlen für den Kreis Minden-Lübbecke – Inzidenz macht großen Sprung

Positive Fälle an 53 Schulen im Kreis

Minden/Lübbecke

Das Gesundheitsamt verzeichnet in fast allen Kommunen des Kreises steigende Corona-Fallzahlen. Lediglich in Rahden und Preußisch Oldendorf ist im Vergleich zum Vortag die Zahl der Erkrankten gleichgeblieben oder gesunken.

Die Grafik zeigt die Corona-Fallzahlen in den Kommunen des Kreises Minden-Lübbecke. Foto: Kreis Minden-Lübbecke

Kreisweit sind mit Stand von Donnerstag 775 Menschen am Corona-Virus erkrankt, 43 mehr als am Vortag. Die Inzidenz machte einen großen Sprung auf 148,2 (+31,3).

Die Fallzahlen in den Kommunen im Überblick:

Bad Oeynhausen 97 (+7)

Espelkamp 82 (+8)

Hille 26 (+1),

Hüllhorst 36 (+1)

Lübbecke 57 (+8)

Minden 295 (+18)

Petershagen 19 (+1)

Porta Westfalica 92 (+2)

Preußisch Oldendorf 25 (+4)

Rahden 28 (+/-0)

Stemwede 18 (+1).

Aus dem stationären Bereich

Im Johannes-Wesling-Klinikum Minden werden 21 Corona-Patienten behandelt, davon vier Personen auf der Intensivstation. Zwei Patienten werden invasiv beatmet. Im Herz- und Diabeteszen­trum Bad Oeynhausen werden derzeit zwei Patienten auf der Intensivstation versorgt.

In den Schnelltestzentren gab es in der vergangenen Kalenderwoche 49.830 Testungen, davon waren 129 positiv.

Situation in den Schulen und Kitas

An 53 Schulen im Kreisgebiet sind derzeit 52 Schüler und eine Lehrkraft infiziert. Die Ergebnisse der Nachtestungen stehen teilweise noch aus. An 13 Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet sind derzeit zwölf Kinder und eine Mitarbeiterin infiziert.

Die Lage an den Schulen im Kreisgebiet ist aktuell sehr dynamisch und ändert sich oft noch am gleichen Tag, wenn neue Testergebnisse vorliegen. Seit Beginn des neuen Schuljahres verteilen sich die betroffenen Schulen wie folgt auf das Kreisgebiet: In Minden gibt es an 16 Schulen positive Fälle. Betroffen sind Grundschulen ebenso wie Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs. In Petershagen gibt es Fälle an zwei Schulen, in Hüllhorst an vier Schulen, in Lübbecke an fünf, in Stemwede an vier, in Bad Oeynhausen an acht, in Rahden an vier, in Espelkamp an sechs, in Porta Westfalica an drei und in Preußisch Oldendorf an einer Schule. Bisher ist an keiner dieser Schulen ein größerer Ausbruch zu verzeichnen, es handelt sich jeweils weitestgehend um Einzelfälle in unterschiedlichen Klassen.

In den Kindertageseinrichtungen gilt für den gleichen Zeitraum: In Minden sind vier Kitas betroffen, in Espelkamp drei, in Lübbecke zwei und in Porta Westfalica, Preußisch Oldendorf und Hüllhorst jeweils eine. Auch hier handelt es sich momentan im Wesentlichen um Einzelfälle.

Tests an den Schulen

Wie bereits vor den Sommerferien gibt es weiterhin eine Testpflicht an den Schulen in NRW. Das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke weist auf die Regelungen hin, die das Schulministerium NRW für den Umgang mit Pooltestungen festgelegt hat.

Wenn ein Pool-Test ein positives Testergebnis ergeben hat, gelten zunächst alle Schülerinnen und Schüler, die diesem Pool angehören, als Corona-Verdachtsfälle. Die Eltern nehmen sie in häusliche Isolation. Diese Schülerinnen und Schüler des Pools müssen einzeln zu Hause nachgetestet werden. Erst wenn der jeweilige PCR-Einzeltest des Labors negativ ausfällt oder ein von den Eltern veranlasster PCR-Test mit einem negativen Testergebnis vorgelegt wird, dürfen die Kinder wieder am Präsenzunterricht beziehungsweise an der pädagogischen Betreuung teilnehmen – vorausgesetzt, sie sind nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden.

Wenn nach der Auflösung eines positiven Pool-Tests feststeht, welche Einzelpersonen positiv getestet sind, nimmt das Gesundheitsamt des Kreises wie schon in der Vergangenheit eine Einzelfallprüfung vor und legt anhand der jeweiligen Gegebenheiten fest, welche Schülerinnen und Schüler als nahe Kontaktpersonen gelten und entsprechend in Quarantäne bleiben müssen. Hierzu werden die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und des MAGS NRW zugrunde gelegt.

Die Teilnahme am Präsenzunterricht ist nur für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Einzeltest mit negativem Ergebnis erhalten haben und nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden sind.

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