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Flaggen und Farbe in Schloß Holte-Stukenbrock zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“

Rathaus leuchtet in Orange

Schloß Holte-Stukenbrock

Mit Flaggen und Farbe haben stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Kammertöns und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Barbara Fleiter, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.

Stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Kammertöns (rechts) und Gleichstellungsbeauftragte Barbara Fleiter haben ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt: Erstmals wurden am Rathaus die Flaggen mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ gehisst. Diese Aktion wurde ergänzt von der Beleuchtungsaktion „Orange your City“. Das Rathaus erstrahlte ab Beginn der Dunkelheit bis zum nächsten Morgen orangefarben. Foto: Monika Schönfeld

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Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ ist ein jährlich am 25. November stattfindender Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Kommunen dazu aufgerufen sich zu beteiligen und unterstützt diese Aktion mit Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit und finanziell.

Als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen wurden erstmals am Rathaus die Flaggen mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ gehisst. Die Flaggen stehen für ein Ende von Gewalt. Diese Aktion wird ergänzt von der Beleuchtungsaktion „Orange your City“, das das Rathaus von der Holter Straße Ecke Rathausstraße ab Beginn der Dunkelheit bis zum nächsten Morgen orangefarben anstrahlt. Die Kampagne „Orange the world“ wurde von der Vereinigung UN Women ins Leben gerufen.

Laut einer aktuellen Statistik des Bundeskriminalamtes, die erstmals im Jahre 2015 veröffentlicht wurde, stiegen die Anzeigen im letzten Jahr um 5 Prozent auf mehr als 148.000 Fälle. Die zur Anzeige gebrachten Fälle häuslicher Gewalt steigen seither kontinuierlich. Betroffen sind Frauen zu 80 Prozent und Männer zu 20 Prozent. Da viele Betroffene schweigen, ist diese Zahl nicht repräsentativ. Die Dunkelziffer ist vermutlich hoch.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, Barbara Fleiter, und stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Kammertöns rufen gemeinsam dazu auf, betroffenen Frauen eine Stimme zu geben, die Öffentlichkeit aufzuklären und konkrete Forderungen bezüglich Gewaltschutz und -prävention an Politiker heranzutragen. Grundlage könnte hier die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs der Istanbul-Konvention aus dem Jahre 2018 sein, mit dem der Staat Gewalt wirksam verhindern, bekämpfen und verfolgen kann.

Wer von Gewalt betroffen ist, kann sich vertrauensvoll an die Leiterin der Polizeiwache, Saskia Korinth, Telefon 05207/91622662, oder Opferschutzbeauftragte Vanessa Ogan wenden.

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