1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Raum für gemeinsames Erinnern

  6. >

Bestattungshaus Wippermann in Spenge bietet an neuem Standort auch Kaffeetrinken an

Raum für gemeinsames Erinnern

Spenge

Das Bestattungshaus Wippermann ist umgezogen und hat sein Angebot erweitert. In der vergangenen Woche hatten die Spenger nun Gelegenheit, bei einer Aktionswoche zur Neueröffnung die Räumlichkeiten zu besuchen und sich bei den Inhabern Mareike und Reimar Küstermann über das neue Angebot des Beerdigungs-Kaffeetrinkens zu informieren.

Von Ruth Matthes

Informierten in der Eröffnungswoche über das Bestattungshaus Wippermann: (von links) Johann, Mareike und Martha Küstermann mit Mitarbeiterin Heike Niemeyer an der Kaffeetafel. Foto: Ruth Matthes

Die Familie Küstermann, die seit 20 Jahren ein Bestattungshaus in Jöllenbeck betreibt und eine Filiale in Werther hat, übernahm das Beerdigungsinstitut Wippermann an der Langen Straße 25 im Jahr 2016. „Als nun die Räume in der Langen Straße 66 frei wurden, beschlossen wir, dorthin umzusiedeln“, erzählt Mareike Küstermann. „Die Lage gegenüber dem Friedhof ist einfach optimal.“

Das brachte die Bestatter auch auf die Idee, in ihrem Räumen Beerdingskaffeetrinken anzubieten. „Wir haben hier Platz für bis zu 40 Personen“, so Küstermann. Früher seien die Trauergesellschaften beim nahen Café Brünger eingekehrt, doch das gebe es ja nicht mehr. Diese Lücke will das Bestattungshaus jetzt füllen.

„Hier finden die Familien eine geschützte Atmosphäre, um sich gemeinsam an die Verstorbenen zu erinnern“, sagt Küstermann. „Wir haben eine Erinnerungswand, an der bis zu neun Fotos des Verstorbenen sowie Erinnerungsstücke aufgestellt werden können.“

In den neuen Räumen gibt es auch eine Ausstellung über die Arbeit eines Bestatters mit dem Titel „Bestattungen von A bis Z“. „Damit möchten wir das Thema aus der Tabu-Ecke holen. Wir geben mit Fotos Einblicke in unsere tägliche Arbeit und zeigen zum Beispiel, wie wir den letzten Besuch und den Abschied gestalten können“, erläutert sie.

Zum Programm des Hauses gehört auch das Angebot, einen Fingerabdruck des Verstorbenen zu nehmen. „Der wird dann in einem Kettenanhänger verewigt“, sagt Küstermann. Auch Bücher zum Thema Trauer und Bestattung gehören zum Angebot.

Startseite