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„Experte“ hält harmlose Krabbler für Eichenprozessionsspinner und empfiehlt Einsatz von Gift – Nabu-Chef greift ein

Raupen-Rettung per Telefon

Bünde

Das war Rettung in letzter Sekunde: Dem beherzten Eingreifen von Nabu-Kreischef Friedhelm Diebrok ist es zu verdanken, dass hunderte Schmetterlingsraupen des Tagpfauenauges noch leben. Ein vermeintlicher Experte hatte sie für den gefährlichen Nachwuchs des Eichenprozessionsspinners gehalten – und einem Bünder den Einsatz von Gift empfohlen.

Von Daniel Salmon

Eigentlich dürfte zwischen den Raupen des Tagpfauenauges (Foto) und denen des Eichenprozessionsspinners keine Verwechslungsgefahr bestehen. Erstere sind nämlich komplett schwarz. Foto: Freyja Diebrok

Anfang vergangener Woche hatte der Bekannte des Naturschützers auf seinem Grundstück eine riesige Schar ihm unbekannter, schwarzer Raupen entdeckt. „Er schilderte mir, dass die alle aus dem verwilderten Garten seines Nachbarn zu ihm rübergekrabbelt waren“, betont Diebrok. Weil er nicht wusste, ob es sich um Schädlinge handelt, packte der Bünder einige Exemplare in ein Glas und fuhr zu einem Fachgeschäft, das unter anderem auch Gartenbedarf vertreibt.

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