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Immobilien-Spezialist Scoperty vergleicht Preise für 7,8 Millionen Objekte in NRW – Köln teuer, Beverungen günstig

Relativ niedriger Wertzuwachs in Paderborn

Paderborn/Bielefeld

Des einen Freud‘ ist des anderen Leid: Während sich Immobilienbesitzer über eine seit 2018 satte Wertsteigerung ihrer Objekte freuen können, ist genau das für potenzielle Käufer ein echtes finanzielles Ärgernis.

Von Paul Edgar Fels

Es wird weiter gebaut – trotz steigender Preise, hier das Baugebiet Kaukenberg und Springbach Höfe in Paderborn. Foto: Oliver Schwabe

Der Preis für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser schnellt nach oben – auch in Ostwestfalen-Lippe. Das zeigen neueste Zahlen des Münchner Immobilien-Analysten Scoperty.

Die derzeit höchsten Immobilienpreise pro Qua­dratmeter haben in NRW die einwohnerstärksten Städte: Rund 4120 Euro müssen kaufwillige Immobilieninteressierte derzeit in Köln für den Quadratmeter bezahlen, Düsseldorf folgt knapp dahinter mit 4052 Euro.

Ganz anders die Situation in den größeren Städten in Ostwestfalen-Lippe, hier sind die Preise oft nur etwa halb so hoch. Das gilt in etwa auch für die Großstädte Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum.

Niedrigste Immobilienpreise im Kreis Höxter

Am niedrigsten sind die Immobilienpreise NRW-weit aktuell in Beverungen im im Kreis Höxter. Hier ist der Quadratmeter Wohnfläche im Schnitt bereits für 877 Euro zu haben. Der Kreis führt mit durchschnittlich 1153 Euro pro Quadratmeter zudem die Liste der günstigsten Landkreise in Nordrhein-Westfalen an.

Auffällig ist zudem die hohe Wertentwicklung der Immobilien seit dem Jahr 2018. Im ersten Quartal 2021 liegt der durchschnittliche Qua­dratmeterschätzwert für Wohnimmobilien in Nordrhein-Westfalen bei 2326 Euro und damit knapp 31 Prozent über den Schätzwerten vom ersten Quartal 2018.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen befindet sich damit im bundesweiten Ranking auf ei­nem vierten Platz. Am nie­drigsten ist der Wertzuwachs für Eigentümer im Kreis Paderborn. Hier hat sich die Preisentwicklung seit 2018 bei aktuell „nur“ rund 24 Prozent eingependelt.

Der digitale Immobilienmarktplatz – so nennt sich Scoperty selbst – hat für seine Analyse Informationen zu rund 7,85 Millionen Objekten in ganz NRW ausgewertet. Bundesweit wurden in 11.000 Orten rund 35 Millionen Wohnimmobilien in die Analyse einbezogen.

Darunter auch viele Kommunen in Ostwestfalen-Lippe. In Bielefeld (330.000 Einwohner) etwa wird der durchschnittliche Quadratmeterschätzwert für Immobilien auf 2253 Euro taxiert. Bei Einfamilienhäusern (EFH) liegt der Wert etwas höher bei 2567 Euro. Scoperty gibt die Zahl der Einfamilienhäuser mit 41.500 an. Bei den 113.700 liegt der Schätzwert bei 2139 Euro je Qua­dratmeter. Der durchschnittliche Preisanstieg seit 2018: 31,76 Prozent.

Die Werte für die Stadt Paderborn (150.580 Einwohner): Quadratmeterschätzwert für Immobilien: 2464 Euro – übrigens ein Spitzenwert in OWL, was erklärt, warum der Preisanstieg von 24 Prozent seit 2018 geringer ausfällt als andernorts. Bei den Einfamilienhäusern (22.670) beträgt der Quadratmeterschätzwert sogar 2661 Euro, bei den Wohnungen (45.950) sind es 2366 Euro.

In Gütersloh (100.190 Einwohner) liegt der Quadratmeterschätzwert bei 2350 Euro, bei den EFH (17.580) bei 2637 Euro, bei den 23.600 Wohnungen bei 2137 Euro. Durchschnittlicher Immobilien-Preisanstieg seit 2018: 31,5 Prozent.

In Herford (66.619 Einwohner) liegt der Quadratmeterschätzwert für Immobilien bei 1717 Euro, bei den EFH (10.760) bei 1938 Euro, bei den Wohnungen ( 16.770) bei 1575 Euro. Preisanstieg seit 2018: 28,6 Prozent.

In Lübbecke (25.490 Einwohner) liegt der Quadratmeterschätzwert bei 1525 Euro, bei den EFH (5730) bei 1462 Euro, bei den Wohnungen (4290) bei 1607 Euro. Preisanstieg: 25,6 Prozent.

In Detmold (74.390 Einwohner) liegt der Quadratmeterschätzwert für Immobilien bei 1768 Euro, bei den EFH (14.330) bei 1944 Euro, bei den Wohnungen (17.790) bei 1627 Euro. Preisanstieg seit 2018: 27 Prozent.

In Rheda-Wiedenbrück (48.510 Einwohner) liegt der Quadratmeterschätzwert bei 2325 Euro, bei den EFH (8680) bei 2491 Euro, bei den Wohnungen (9470) bei 2173 Euro. Preisanstieg seit 2018: 31,1 Prozent.

Teuerstes Flächenbundesland bleibt Bayern mit einem Quadratmeterschätzwert von 3997 Euro, während Hamburg insgesamt die höchsten Kaufpreise aufweist (5004 Euro pro Quadratmeter).

Insel Sylt und Raum München am teuersten

Die teuersten Orte liegen laut Scoperty auf Sylt und im Raum München. Spitzenreiter ist die Gemeinde Kampen auf Sylt mit Qua­dratmeterschätzwerten von aktuell 21.415 Euro. In Grünwald bei München wird der Quadratmeter aktuell auf 10.173 Euro geschätzt. München selbst gehört zu den teuersten Orten der Repu­blik mit geschätzten 8.645 Euro pro Quadratmeter.

Scoperty hat die Daten in einer Karte zur Verfügung gestellt.

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