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Selbstkonzipierte Ausstellung des Dringenberger Heimatvereins erfreut sich großer Beliebtheit

Rittersaal wird zur Puppenstube

Bad Driburg-Dring...

Die selbstkonzipierte Ausstellung des Dringenberger Heimatvereins erfreut sich großer Beliebtheit. In nur einem halben Jahr Vorlaufzeit hat der Verein in der Region 256 Puppen zusammengetragen, die jetzt im Rittersaal der Burg zu sehen sind.

Kuratorin Ulli Schwandner mit einer Gruppe von selbst gemachten Puppen von Müttern aus dem Bad Driburger Stadtgebiet. Foto: Heimatverein Dringenberg

„Die Ausstellung kommt super an. Allein an Pfingsten hatten wir mehr als 100 Besucher”, freut sich der Vorsitzende des Heimatvereins Johannes Georg.

Der Rittersaal ist dabei zu einer richtigen Puppenstube geworden. Im Zentrum sind in Kreisform die schönsten Exemplare angeordnet. Puppen in historischen Kostümen. Der darüber hängende Hirschgeweih-Kronleuchter des Rittersaals wurde in ein Mobilé umfunktioniert, an dem lustige Hexenpuppen auf ihren Besenstielen durch die Luft reiten.

„Die Idee, einer Puppenausstellung gab es schon seit längerer Zeit, nachdem aber Gespräche mit Sammlern nicht zu einem guten Ergebnis gekommen sind, haben wir entschieden, es einfach selbst zu machen. Schnell hat das Projekt eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Wenn ich erzählt habe, dass die Puppen für eine öffentliche Ausstellung gedacht sind, waren viele Menschen sofort bereit, mir noch weitere Exponate kostenlos mitzugeben”, erzählt Georg.

Eine ältere Dame aus Marsberg hat ihm für die Ausstellung sogar ihre gesamte Sammlung mit 86 Puppen geschenkt.

„Die Übergabe hat ihre Nichte Natalie abgewickelt, und leider weiß ich noch nicht einmal mehr den Namen der freundlichen Spenderin, ich hoffe sie meldet sich noch mal bei mir, damit ich sie persönlich durch die Ausstellung führen kann. Es ist gar nicht der Anspruch des Heimatvereins sich mit großen und wertvollen Sammlungen zu messen. Wir wollen einfach den Besuchern unseres Heimatmuseums regelmäßig etwas Neues bieten und gerade so eine Puppenausstellung ruft ja auch Erinnerungen an die eigene Kindheit wach”, sagt der Vorsitzende.

Dazu braucht es keine wer weiß wie kostbaren Künstler und Porzellanpuppen. „Wir hatten sogar das Angebot, leihweise eine wertvolle historische Käthe-Kruse-Puppe zu zeigen, aber ich habe das abgelehnt, weil mir das Risiko zu groß war und wir aber auch keine Exponate in Vitrinen einschließen wollten”, erklärt Georg.

Einen wichtigen Anteil an dem Ausstellungsprojekt trägt auch Kuratorin Ulli Schwandner. Sie hat nicht nur die gesamte Präsentation verantwortet und die Puppen liebevoll aufgebaut, sondern mit viel Geschick in Gruppen zusammengestellt und dadurch ein tolles Gesamtbild geschaffen.

„Der größte Zeitaufwand bestand darin, die Puppen vorher ordentlich zu reinigen und vor allem die Kleidung der Puppen wieder ansehnlich herzurichten”, erzählt das Mitglied im Aktivkreis des Burgmuseums.

Das Heimatmuseum in der Burg Dringenberg ist mittwochs und samstags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Die Puppenausstellung ist noch bis zum 8. August zu sehen.

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