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Hüllhorster SPD-Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe fordert Kita-Zukunftsgesetz

Ruf nach mehr Betreuungsplätzen

Minden/Lübbecke/Hüllhorst

Das neue Kita-Jahr startet zum 1. August. Für viele Eltern gestaltet sich die Suche nach einem Betreuungsplatz schwierig.

Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe (SPD) spricht sich für zusätzliche Kita-Plätze aus. Foto: privat

Dafür ist aus Sicht des heimischen Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe (SPD) aus Tengern auch die Landesregierung verantwortlich.

„Seit Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz wurden noch nie so wenige zusätzliche Plätze geschaffen wie für das kommende Kita-Jahr“, so Rahe. Lediglich 3349 neue Plätze werde es landesweit geben – was einer Steigerung um gerade einmal 0,8 Prozent entspreche. „Der Betreuungsbedarf von Familien steigt. Es ist besorgniserregend, dass die Landesregierung mit dem Ausbau der neuen Stellen nicht vorankommt“, sagt Rahe.

Landesweit liege die Betreuungsquote bei den U3-Plätzen derzeit bei 40,6 Prozent. Im Jugendamtsbezirk Minden-Lübbecke stünden ab 1. August nur 1511 Plätze zur Verfügung. Die Versorgungsquote liege bei 36,4 Prozent und damit unter dem Landesdurchschnitt. Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) sieht vor, dass Kitas pro Kind jährlich Zuwendungen vom Land erhalten. Die Zuwendungen für die Kitas und die Kindertagespflege sind nach Angaben von Rahe in den vergangenen Jahren um rund drei Prozent jährlich gestiegen, zum kommenden Kita-Jahr steige diese Kindpauschale jedoch nur um 0,83 Prozent.

Ernst-Wilhelm Rahe

Noch dramatischer sehe es bei den Mietzuschüssen aus. „Der Inflationsausgleich liegt bei lediglich 0,66 Prozent. Das könnte sich negativ auf den künftigen Zuwachs an Betreuungsplätzen auswirken“, so der SPD-Politiker. Schon heute seien etwa 40 Prozent der Kitas Mietprojekte. „Wenn die Baukosten über die Mieten nicht wieder reinzuholen sind, wird es bald keine Investoren mehr geben“, befürchtet Rahe. Um den U3-Ausbau zu fördern, fordert die SPD-Fraktion im Landtag NRW daher, dass sich die Mietzuschüsse des Landes an der realen Kostenentwicklung orientieren.

„Wir wollen mit einem Kita-Zukunftsgesetz die frühkindliche Bildung finanziell besser ausstatten, damit mehr Qualität und ausreichend Betreuungsplätze in Nordrhein-Westfalen endlich Wirklichkeit werden. Denn gute Betreuungsplätze sind eine echte Unterstützung für Kinder und Familien“, betont Rahe. Neben zusätzlichen Kita-Plätzen müssten aber auch Fachkräfte gewonnen werden, so der Landtagsabgeordnete weiter. Dafür müsse der Beruf attraktiver werden und die Ausbildung zum Beispiel von Beginn an bezahlt werden. Um Ausbildung und Familie besser vereinbaren zu können, streben die Sozialdemokraten außerdem mehr Teilzeit-Modelle für angehende Fachkräfte an

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