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Im Interkommunalen Gewerbepark in Schloß Holte-Stukenbrock dürfen Unternehmen keine fossilen Stoffe verbrennen

„Sauber im Sinne der Senne“

Schloß Holte-Stukenbrock

Um auszuschließen, dass das FFH-Gebiet Senne und das Naturschutzgebiet Moosheide aus dem neuen Gewerbepark Senne mit Stickstoff (ein Nährstoff) geflutet werden, sollen Unternehmen, die sich dort ansiedeln, keine fossilen Stoffe verbrennen. Das hat Roger Loh vom Planungsbüro Tischmann Loh den Mitgliedern des Wirtschafts- und Stadtentwicklungsausschusses am Montag erläutert.

Von Monika Schönfeld

Begegnung der Gegner des Gewerbeparks Senne im Mai 2018 mit dem CDU-Landtagsabgeordneten: André Kuper (3. von links) im Gespräch mit Marion Schmidt (mit Sohn David), Ralf Schmidt, Birgit und Mark Grünke, Annette Auster-Müller und Gabriele Benteler (von links). Foto: Matthias Kleemann

In der Senne überwiegen trockene europäische Heiden auf mageren Böden, die keine zusätzlichen Nährstoffe vertragen, sagte Loh. Die Unternehmen, die sich dort ansiedeln, werden verpflichtet, Verbrennungsprozesse im Unternehmen auszuschließen. Ausschließlich Strom, Energie aus eigenen PV-Anlagen auf den Grundstücken, Solar- und Geothermie sollen genutzt werden. „Das ist sauber im Sinne der Senne und der Nachbarschaft. Es ist ja auch Diskussionsprozess in der Stadt“, sagte Roger Loh. Es sei bereits mit etlichen Unternehmen gesprochen worden, die sich dort ansiedeln wollen. 30 bis 40 Prozent der Dachflächen könnten mit Photovoltaik belegt werden. Für Geothermie gebe es gute Voraussetzungen. „Der Kreis gibt keine Blanko-Erlaubnis, aber es sieht gut aus.“ Loh sagte, das Verbot von fossilen Brennstoffen sei zwar restriktiv, die Unternehmen könnten damit aber umgehen. In der Diskussion sei dies extrem schwierig gewesen, zumal noch nicht feststehe, wer sich dort letztlich ansiedelt. „Das kostet Zeit.“

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