1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Schirmschwenker am Spatzenberg

  6. >

Ein 72-jähriger Löhner soll eine Reiterin (64) aus Bünde und ihr Pferd absichtlich erschreckt haben

Schirmschwenker am Spatzenberg

Bünde/Löhne

Weil er mit einem Regenschirm eine Reiterin aus Bünde und ihr Pferd anging, hat ein 72-jähriger Löhner jetzt Ärger mit der Polizei.

Von Daniel Salmon,Dominik Rose

Nach dem Vorfall im Spatzenberg ermittelt jetzt die Polizei wegen einer möglichen Straßenverkehrsgefährdung gegen einen 72-jährigen Löhner Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die Beamten haben Ermittlungen in dem Fall eingeleitet – und zwar wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Die 64-Jährige war nach Angaben der Polizei am Montag vergangener Woche an einem sonnigen Nachmittag gegen 16 Uhr mit ihrem Tier im Bereich des beliebten Naherholungsgebietes Spatzenbergs in Löhne-Ort unterwegs, als das Unglück unvermittelt seinen Lauf nahm.

„Scheinbar wollte der Mann das Tier zum Scheuen bringen“

„Der Mann sprang aus einem Gebüsch und lief auf die Reiterin zu. Dabei öffnete er mit ruckartigen Bewegungen mehrfach seinen Regenschirm. Das erschreckte natürlich nicht nur die Bünderin, sondern vor allem auch das Pferd. Scheinbar wollte der Mann das Tier zum Scheuen bringen“, vermutet Julia Dowe von der Herforder Kreispolizeibehörde.

Somit habe der Löhner in Kauf genommen, dass auch die 64-Jährige aus dem Sattel stürzen oder sich das Pferd verletzen könne. Zudem hätte er auch selbst in Gefahr geraten können, wenn das Tier durchgegangen wäre.

Reiterin kann Tier beruhigen

Glücklicherweise sei es der Frau dann aber gelungen, ihr Pferd zu beruhigen und der unangenehmen Situation zu entfliehen. Der Grund für den unvermittelten Angriff liegt nach Auskunft der Polizeisprecherin allerdings vorerst noch im Unklaren.

Wegen einer möglichen Straßenverkehrsgefährdung wird gegen den Löhner mit dem Regenschirm ermittelt, weil die Bünderin auf einem öffentlichen Weg unterwegs war. „Wenn das Pferd gescheut hätte und außer Kontrolle geraten wäre, hätte es auf die Straße laufen können. Dann zum Beispiel hätte die Gefahr bestanden, dass es von einem Auto erfasst wird“, erklärt Julia Dowe. Die Reiterin hat jedenfalls Anzeige erstattet. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an.

Startseite