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Bürgermeister von Altenbeken und Bad Driburg setzen sich für den ÖPNV ein

„Schnellbuslinie S30 erhalten“

Altenbeken/Bad Dr...

Zu einem Kennenlerngespräch hat Bürgermeister Matthias Möllers jetzt seinen Amtskollegen aus Bad Driburg, Burkhard Deppe, sowie den Beigeordneten Michael Scholle im Rathaus in Altenbeken begrüßt.

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Die beiden Nachbarkommunen hätten viele gemeinsame Themen, wie zum Beispiel die Busverbindung nach Paderborn, heißt es in einer Mitteilung. Wie am 21. Mai berichtet, überlegt der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (NPH), die Schnellbuslinie S30 zwischen Paderborn und Bad Driburg in der nächsten Ausschreibung nicht mehr anzubieten.

Von dieser Entscheidung wären sowohl die Menschen in Bad Driburg als auch in Altenbeken betroffen, wo im Ortsteil Buke gerade erst ein Busbahnhof für die Anbindung der Schnellbuslinie erstellt wurde. Folglich sprechen sich beide Bürgermeister deutlich für den Erhalt der Schnellbuslinie aus. Mit Freude habe man zur Kenntnis genommen, dass auch die Stadt Paderborn am S30 festhalten möchte.

Dort sprachen sich kürzlich die Mitglieder des Umwelt-, Klima- und Mobilitätsausschusses für den Erhalt aus. Bürgermeister Deppe: „Alle reden über Klimaschutz und Mobilitätswende. Da passt es überhaupt nicht in die Zeit, jetzt ÖPNV-Angebote zu reduzieren oder unattraktiver zu machen.“

Beide Bürgermeister kritisieren auch die Vorgaben, die den Kostendruck für den Busverkehr und damit auch für den NPH erhöhen. So sollen nach Auskunft des NPH zukünftig 45 Prozent der eingesetzten Fahrzeuge sauber im Sinne der „Clean Vehicles Directive“ sein, zum Zeitpunkt der Ausschreibung müsste eine Quote von 22,5 Prozent emissionsfrei sein. „Elektrobusse sind auf dem Land noch nicht wirtschaftlich zu betreiben. Sie sind sehr teuer und haben eine relativ geringe Reichweite. Außerdem ist die benötigte Infrastruktur noch nicht vorhanden. Da versucht man, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen“, sagt Bürgermeister Möllers.

Auch in Sachen Radverkehr herrscht zwischen den Amtsträgern Einigkeit. So wollen sich die Bürgermeister für einen Radweg zwischen den Kommunen einsetzen. Beiden sei bewusst, dass hier mehrere Stellen und Behörden zu beteiligen seien. Aber es sei in jedem Fall sinnvoll, wenn die beiden Kommunen abgestimmt agieren. So wurde verabredet, dass man sich künftig regelmäßig zu diesem und anderen Themen austauschen möchte.

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