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Gewerkschaften: „konsequent leichtsinnig“ – Ministerium verweist auf freiwillige Angebote

Schulstart ohne Tests und Masken

Düsseldorf

Für die Schülerinnen und Schüler in NRW beginnt der Unterricht nach den Osterferien am kommenden Montag ohne Corona-Testpflicht. Die bis zum Ferienbeginn regelmäßigen anlasslosen Testungen würden nicht wieder aufgenommen, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf.

Nach den Weihnachtsferien stellt sich die Frage des Infektionsschutzes an Schulen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Das gelte für die rund 2,5 Millionen Schüler aller Schulformen. Bis Anfang Mai wollten fast alle Bundesländer auf diese Tests verzichten. Das Ministerium verweist auf Testmöglichkeiten außerhalb des Schulbetriebs: „Es bleibt jedem unbenommen, die gut ausgebaute Testinfrastruktur zu nutzen, insbesondere bei entsprechenden Symptomen und Verdachtsfällen.“

Die Maskenpflicht an Schu­len war bereits zum 2. April – eine Woche vor Ferienbeginn in NRW – ausgelaufen. Aus der Opposition war Kritik an den Lockerungen gekommen. Auch die beiden Lehrergewerkschaften VBE und GEW äußerten sich nun erneut skeptisch mit Blick auf den Test-Verzicht. Laut Schulministerium können die Länder nach dem neuen Bundesinfektionsgesetz zwar auch weiterhin schulische Corona-Tests anordnen. Für NRW habe die Landesregierung aber im März entschieden, dass die Testungen nach den Ferien enden. Dies gilt im Übrigen auch für Ki­tas.

Seit März sind die Corona-Neuinfektionen zurückgegangen – die landesweite Inzidenz lag am Freitag bei 701,9. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ayla Celik, sagte: „Das Schulministerium bleibt sich treu. Das Verhalten ist konsequent leichtsinnig.“ Der Verband Bildung und Erziehung kritisierte: „Die Landesregierung in NRW setzt auf das Prinzip Hoffnung und die Eigenverantwortung.“ In den benachbarten Bundesländern würden die Testungen immerhin im direkten Anschluss an die Ferien noch weiter durchgeführt, betonte VBE-Landeschef Stefan Behlau.

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