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Betroffene der Hochwasserkatastrophe können in Salzkotten mietfrei unterkommen

Schützen helfen mit Wohnung

Salzkotten

Die Bilder der verheerenden Überschwemmungskatastrophe haben Conrad Möller (61) in den vergangenen Tagen keine Ruhe gelassen. Dem Brudermeister der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Salzkotten kam am Dienstagmittag eine großartige Idee.

Von Jürgen Spies

Schützenoberst Matthias Kemper und Brudermeister Conrad Möller (von links) in einer der beiden Wohnungen, die die Schützen übergangsweise Flutopfern mietfrei anbieten. Foto: Jürgen Spies

Möller: „In den besonders stark betroffenen Gebieten haben unzählige Menschen buchstäblich alles verloren. Manche Flutopfer haben nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf, stehen vor dem Nichts. Wir Schützen bieten obdachlos gewordenen Hochwasseropfern jetzt unsere Hilfe an, indem wir zwei der sechs Wohnungen in unserem Wohnheim am Luisenweg in Salzkotten für eine Überbrückungszeit zur Verfügung stellen. Und zwar mietfrei.“

Konkret handelt es sich um eine Wohnung, bestehend aus zwei Zimmern, Küche, Bad und Südbalkon sowie um eine weitere Wohnung (ein Zimmer, Küche, Bad, Südbalkon) in der ersten Etage, ganz ruhig gelegen. Ferner gehören ein Kellerraum sowie die Mitnutzung des Waschkellers dazu. Damit zeigen die Salzkottener Schützen abermals ihr vielfach bewiesenes herausragendes soziales Engagement.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Bruderschaft (etwa 1600 Mitglieder) in Eigenregie drei Wohnheime mit 24 Wohnungen errichtet, die zum Sozialmietpreis vermietet werden. Drei der sechs Wohnungen im Gebäude am Luisenweg stehen aktuell leer; in zwei Wohnungen können Hochwasseropfer vorübergehend eine kostenlose Bleibe finden. Für Großfamilien sind die Wohnungen nicht geeignet.

„Wir würden sicherlich auch unbürokratische und schnelle Lösungen finden, wenn Möbel fehlen oder sonstige Hilfe vonnöten ist“, ergänzt Schützenoberst Matthias Kemper.

Die Sälzer Schützen sind davon überzeugt, dass es auch in Salzkotten und Umgebung Familien gibt, die in den zerstörten und überfluteten Dörfern und Städten obdachlos gewordene Verwandte, Freunde oder Bekannte haben, die froh wären, das Angebot der Schützen nutzen zu können. Wer mit den Schützen diesbezüglich in Verbindung treten möchte, schickt eine E-Mail an info@schuetzen-salzkotten.de

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