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Schlänger Rat stimmt mit großer Mehrheit für Erhöhung der Eintrittspreise – Öffnung Mitte Mai fraglich

Schwimmbad-Umbau verzögert sich

Schlangen

Bis zum plötzlichen Wintereinbruch Anfang April verliefen die aufwendigen Umbauarbeiten im Schlänger Freibad nach Plan. Doch dann mussten die Arbeiten vorübergehend eingestellt werden.

Von Klaus Karenfeld

Vom Fortgang der Arbeiten im Schlänger Freibad machten sich Bürgermeister Marcus Püster und der Geschäftsführer der Gemeindewerke Schlangen, Robert Göke, ein Bild. Auf dem Foto zu sehen ist auch Norbert Schmidt, Geschäftsführer der für die Schwimmbadmontage federführenden Firma. Foto: Klaus Karenfeld

Trotz gemeinsamer Kraftanstrengungen dürfte es nach Aussage von Robert Göke, Geschäftsführer der Gemeindewerke, schwierig werden, den regulären Öffnungstermin am zweiten Maiwochenende zu halten. Sobald Klarheit darüber besteht, will die Gemeinde die Schwimmfreunde kurzfristig informieren.

Über die Höhe der Eintrittspreise hat der Gemeinderat jetzt entschieden. Viele Schwimm- und Badefreunde in Schlangen halten dem örtlichen Freibad teilweise seit vielen Jahren schon die Treue. Im Gegenzug profitieren sie die Saison über von einem günstigen Eintrittspreis. Möglich macht das die sogenannte Schlänger „Clubcard“ für Jugendliche, Familien, Senioren und Erwachsene.

„Dieses sozialfreundliche Angebot ist finanziell unschlagbar“, macht Göke im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich. Die „Clubcard“ für eine Familie etwa ist in dieser Saison zum Preis von 60,50 Euro zu haben. Jugendliche können das Freibad den Sommer über für 18,50 Euro nutzen, Senioren zahlen für die „Clubcard“ 35,50 Euro und Erwachsene 47,50 Euro.

Die Eintrittspreise wurden im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um etwa zehn Prozent angehoben. „Die Betriebskosten – das wissen auch wir als private Verbraucher – kennen seit Monaten nur eine Richtung“, so der Geschäftsführer der Gemeindewerke, „und die zeigt steil nach oben.“ Diesem Umstand hätten auch der Betriebsausschuss und der Gemeinderat nach zum Teil kontroverser Diskussion Rechnung getragen und der Preiserhöhung zugestimmt.

Göke war in diesem Zusammenhang noch etwas weiteres wichtig: „Wir kalkulieren kontinuierlich unsere Betriebskosten im Freibad und passen die Eintrittspreise in der Regel alle zwei Jahre an. Diese Preisanpassung ist während der Pandemie ausgesetzt worden.“

Deutliche Bedenken hatten die Fraktionen „Die Partei“ und „Für Schlangen“ schon vor Monaten geäußert. Sie empfanden die Anhebung der Eintrittspreise als unverhältnismäßig und wenig sozial. Göke erinnerte daran, dass Freibäder in der Regel nicht kostendeckend betrieben werden: „Wäre das der Fall, müssten die Eintrittspreise meist um ein Vielfaches höher liegen.“ Die Gemeinde sehe sich aber verpflichtet, das Defizit in einem überschaubaren Rahmen zu halten.

Der Rat stimmte der neuen Preisstruktur am Ende mit großer Mehrheit zu. Bürgermeister Marcus Püster betonte in diesem Zusammenhang, dass der Politik die Treue der Clubcard-Besitzer wichtig sei. Und das wiederum schlage sich auch im Ratsbeschluss nieder: Bestandskunden, die zum 31. Dezember 2021 im Besitz einer Clubcard waren, zahlen 2022 den Vorjahresbetrag. Auf Anfrage wird ihnen ein Rabatt in Höhe der Preisdifferenz gewährt. Die Gemeindewerke Schlangen werden die betroffenen Kunden einmalig schriftlich über diese Möglichkeit informieren.

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