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Zwei Kinder geraten in Rheda-Wiedenbrücker Freibad in Not - Strafverfahren gegen Eltern eingeleitet

Schwimmmeister rettet Elfjährigen

Rheda-Wiedenbrück

Zwei Kinder (8 und 11) sind am Samstag im Freibad Rheda in Not geraten. In beiden Fällen hatten die begleitenden Erwachsenen die Jungen nur kurz aus den Augen verloren. Badegäste und Schwimmmeister reagierten zum Glück rechtzeitig.

Von WB

Symbolbild. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Der erste Unfall ereignete sich nach Auskunft der Polizei am Samstagmittag gegen 12.50 Uhr.  Mit ihrem Onkel waren zwei Brüder - 11 und 12 Jahre - im Freibad in Rheda. Der 11-Jährige, laut Polizei noch kein so guter Schwimmer, begab sich trotzdem in den Schwimmerbereich des Beckens - unter Aufsicht des Onkels.

"Der Onkel verlor das Kind nur für einen kurzen Moment aus den Augen. Zum Glück sahen andere Schwimmer, wie der Junge mit den Armen ruderte und offensichtlich Hilfe brauchte", heißt es im Polizeibericht. Der Schwimmmeister, der sich in der Nähe aufhielt, wurde von anderen Schwimmern auf den Jungen aufmerksam gemacht und sprang umgehend ins Wasser, um den Jungen aus dem Becken zu holen.

Wieder an Land übergab sich der Junge mehrfach, da er schon etwas Wasser geschluckt hatte. Der Schwimmmeister verständigte noch vorsorglich den Rettungsdienst. Die hinzugerufenen Rettungskräfte konnten allerdings keinerlei körperlichen Schaden bei dem Jungen feststellen, so dass er an seine hinzugerufene Mutter vor Ort übergeben werden konnte.

Achtjährigen aus den Augen gelassen

Wenige Stunden später, gegen 17.03 Uhr, erhielt die Polizei erneut Kenntnis von einem Kind, das beim Baden im Freibad Rheda in Not geraten war. Die Eltern hatten ihren achtjährigen Sohn für wenige Minuten aus den Augen gelassen.

Diese Zeit nutzte der Junge um von einem Sprungbrett, dem "Einer", ins Wasser zu springen. Auch hier reagierte zum Glück ein anderer Badegast sehr schnell und half dem Jungen aus dem Wasser und übergab ihn den hinzugeeilten Schwimmmeister.

"Auf Grund der Verantwortungslosigkeit wurde den Eltern ein Aufenthaltsverbot für das Schwimmbad ausgesprochen. Gegen die Eltern wurde ein Strafverfahren eingeleitet", berichtet die Polizei.

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