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Am 10. Juli 1921 wurde der Altenbekener Schützenverein in die heute noch bestehenden Strukturen aufgeteilt

Seit 100 Jahren mit vier Kompanien

Altenbeken

Es ist jetzt 100 Jahre her: Am Sonntag, 10. Juli 1921, trafen sich die Altenbekener Schützen zu ihrer Mitgliederversammlung, in der unter anderem beschlossen wurde, dass der engere Vorstand des Bataillons, bestehend aus Oberst, Kassierer und Schriftführer, nur noch alle drei Jahre gewählt, die Königsprämie auf 300 Mark erhöht wird und der Königsschuss erst ab einem Alter von 23 Jahren abgegeben werden kann. Die wichtigste Entscheidung war aber die Aufteilung des Altenbekener Bürger-Schützenvereins in die heute noch bestehenden vier Kompanien.

2019 konnte in Altenbeken mit dem Königspaar Jörg-Dieter und Jacqueline Harlach noch Schützenfest gefeiert werden. Dann kam Corona. Da nach 2020 auch in diesem Jahr kein großes Fest stattfinden kann, fällt die Feier „100 Jahre Gründung der vier Altenbekener Kompanien“ ebenfalls aus Foto: Foto: Per Lütje

Der Ursprung der Kompanien geht zwar auf einen früheren Zeitpunkt zurück. Der Bürgerschützen-Verein bestand zunächst aus zwei Kompanien und zwar dem Unterdorf und dem Oberdorf. Im Jahr 1920 wurde der Verein dann in drei Kompanien eingeteilt. Der 1. Kompanie gehörten Schützen von 18 bis 21 Jahren, der 2. Kompanie Schützen von 22 bis 35 Jahren und der 3. Kompanie Schützen von über 35 Jahren an.

Am 10. Juli 1921 wurde dann die bis heute noch gültige Aufgliederung des Schützenvereins beschlossen. Die vier neugebildeten Kompanien gaben sich ihren Namen. Im Unterdorf bis Ignaz Claes entstand die Westkompanie, Schützen in der Dorfmitte von Ignaz Claes bis Wolf gehörten der Markt-Kompanie an. Die Grünröcke in der Sagestraße, am Siep und in der Feldmark bildeten die Schweizer Kompanie. Die in der Hüttenstraße und im Bollerborn wohnenden Mitglieder gehörten von nun an der Süd-Kompanie an. Sie wurde auch zeitweise Hüttensträßer-Kompanie genannt. Den Namen Bollerborn-Kompanie führt sie seit dem Jahr 1931. Im August 1921 wählten die neuen Unterabteilungen ihren jeweiligen Hauptmann in eigenen Kompanieveranstaltungen. Die ersten Hauptleute waren: Hermann Klahold (Westkompanie), Franz Kurze (Markt-Kompanie, heute Markkompanie), Franz Overkott (Süd-Kompanie, Bollerborn) und Anton Glitz (Schweizer Kompanie).

Zum ersten Schützenfest nach der Neugliederung traten 1922 die Schweizer Kompanie bei Bürenkemper, die Süd-/Bollerborn-Kompanie beim Oberst Christian Lammers, die Markt-Kompanie bei ihrem Hauptmann Franz Kurze und die Westkompanie beim Gasthaus Rudolphi an. Das erste Königspaar Josef Ernst und Josepha Blume stammte aus der Westkompanie.

In diesem Jahr begehen die vier Kompanien nun ihr 100-jähriges Jubiläum. Geplant war unter andrem eine Feierlichkeit im Rahmen des Schützenfestes, zu der zahlreiche befreundete Schützenvereine eingeladen werden sollten. Da das Altenbekener Schützenfest aufgrund der Corona-Pandemie bereits abgesagt werden musste, kann diese Planung nicht umgesetzt werden. Über die Verschiebung und gegebenenfalls einen neuen Termin wird noch entschieden und rechtzeitig informiert, teilt die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Altenbeken mit.

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