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Bezirksvertretung stimmt geänderten Plänen mit acht bis zehn Wohnungen in Bielefeld diesmal zu

Senner Rewe-Markt bekommt grünes Licht

Bielefeld-Senne

Mit rund neun Monaten Verspätung gibt die Politik in Bielefeld jetzt doch grünes Licht für den Rewe-Markt an der Win­delsbleicher Straße in Senne. Die Bezirksvertretung stimmte am Donnerstagabend zu, die Zustimmung im Stadtentwicklungsausschuss am Montag und im Rat im November gilt damit als sicher. Dann können die Handwerker bald loslegen.

Von Peter Bollig

An der Windelsbleicher Straße wird schon das erste Gebäude des Nahversorgungszentrums gebaut. Für den Rewe auf der Freifläche links braucht es noch abschließende Beschlüsse. Foto: Peter Bollig

Auf dem Areal an der Kreuzung von Windelsbleicher und Friedrichsdorfer Straße wird schon seit Wochen gebaut: unmittelbar an der Windelsbleicher Straße, wo eine Gebäudezeile für die Musikschule Senne, Optiker Dirk Kleine-Flaßbeck und eine Bäckerei entsteht. Dieses Teilprojekt war auch nach dem bestehenden Bebauungsplan möglich. Auch eine Sparkasse ist geplant.

Für den Rewe im hinteren Teil des Geländes muss der Bebauungsplan aber geändert werden. Wie berichtet geriet das Projekt in Gefahr, weil die SPD im Januar plötzlich und im letzten Moment dagegen stimmte, nachdem sie sich zuvor stets enthalten hatte. Der Investor Halsdorfer-Ingenieure stoppte die bereits begonnenen Abrissarbeiten am früheren Geschäftshaus.

Senner SPD musste viel Kritik einstecken

Das brachte Optiker Dirk Kleine-Flaßbeck, der aus einem Übergangsquartier möglichst zeitnah in den Neubau ziehen wollte, ebenso in Bedrängnis wie die Musikschule, die ohne den geplante Umzug um ihre Existenz fürchtete. Die Senner SPD musste viel Kritik aus der Bevölkerung einstecken – setzte sich nun aber auch durch mit ihrer Forderung, dass auf dem Supermarkt zusätzlich bezahlbarer Wohnraum entstehen müsse.

Denn der Investor zog mit, plante acht bis zehn Wohnungen ein – und machte jetzt ein weiteres Zugeständnis: Die Hälfte dieser Wohnungen sollte eigentlich als öffentlich geförderter Wohnraum vermietet werden. Weil sie in einem Sondergebiet entstehen und zu wenig Grünfläche auf dem Areal liegt, lehnte das Land die Förderung ab. Halsdorfer-Ingenieure sagte aber vertraglich zu, die Hälfte der Wohnungen trotzdem zu Preisen von Sozialwohnungen zu vermieten.

Sennes Bezirksvertreter stimmten mehrheitlich dem neuen Bebauungsplan zu, nur die drei Vertreter der Grünen stimmten dagegen. Sie lehnen das Supermarkt-Projekt in Gänze ab.

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