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BUND bittet Hausbesitzer im Kreis Herford, Nester mit brütenden Mehlschwalben zu melden

Sie brauchen die Hilfe der Menschen

Kreis Herford

Ihre Rückkehr kündigt jedes Jahr den Beginn des Frühlings an. Schwalben bei ihren spektakulären und zugleich federleicht wirkenden Flugmanövern zu beobachten, fasziniert immer wieder. Doch wenn es um Brutmöglichkeiten geht, macht der Mensch diesen Tieren das Leben oft schwer.

Die kleinen Schwalben sperren die Schnäbel auf, in Erwartung, von ihren Eltern gefüttert zu werden. Foto: dpa

An glatten Fassaden bleiben die Nester nicht haften, bei Renovierungsarbeiten werden sie oft zerstört. Da unterhalb von Schwalbennester außerdem Kot die Fassade verschmutzen kann, sehen viele Hausbesitzer es nicht gerne, wenn sich die eleganten Flugakrobaten bei ihnen einnisten. Deshalb bittet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch in diesem Jahr wieder darum, Schwalbennester mit brütenden Tieren zu melden.

Das geht telefonisch unter 0170/7619035 oder per Mail an bund-herford@bund.net. Vor allem an Nestern von Mehlschwalben sind die Naturschützer interessiert. Als kleines Dankeschön vergibt die BUND-Kreisgruppe an alle Schwalbenfreunde auf Wunsch eine Plakette mit der Aufschrift „Bei uns sind Schwalben willkommen“ zum Anbringen an die Hauswand.

Schwalben sind sehr ortstreu und kommen immer wieder an ihren gewohnten Brutplatz zurück. Sie sind an das Leben mit Menschen und Haustieren angepasst. Während Rauchschwalben Bauernhöfe mit Scheunen und Stallungen bevorzugen, bauen Mehlschwalben ihre Nester gern an die Außenwände der Häuser. Unter Dachüberständen, der ihre Jungen vor Regen schützen, fühlen sie sich wohl. Durch das Anbringen von Kunstnestern können Hausbesitzer den Schwalben helfen. Sie werden von den Vögeln gerne angenommen. Ein waagerechtes Brett unterhalb der Nester verhindert, dass Kot die Fassade verschmutzt.

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