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Erinnerung an Polizistenmord am 12. Oktober 1991: Zum 30. Jahrestag legen Polizeibeamte und Familienangehörige Blumen am Gedenkstein im Solling nieder

Sie waren gekommen, um zu helfen

Boffzen/Höxter/Bredenborn

Vor genau 30 Jahren sind die beiden Polizeibeamten Jörg Lorkowski aus Lüchtringen und Andreas Wilkending aus Holzminden auf einem Solling-Waldparkplatz bei Boffzen hinterhältig erschossen worden. Polizei und Familienangehörige legten am Vorabend des 30. Jahrestages Blumen am Gedenkstein an der Straße Boffzen-Neuhaus nieder.

Von Michael Robrecht

Oliver Busche, der Leiter des Polizeikommissariats Holzminden, legt gemeinsam mit Ralf Lorasch von der Gewerkschaft der Polizei, ein Blumengesteck am Gedenkstein am Tatort im Rottmündetal bei Boffzen nieder. Foto: Polizei Hameln-Holzminden

Am 12. Oktober 1991 geschah ein Verbrechen, das bis heute viele Menschen erschüttert. Das Motiv: Tiefer Hass gegen die Polizei. Es ist der frühe Morgen des 12. Oktober 1991, 2.29 Uhr, als die Polizei die Meldung über einen vermeintlichen Wildunfall auf dem Waldparkplatz Rottmündetal in der Nähe von Boffzen im Solling erhält. Der Hinweis kommt von einer Notrufsäule im Zuständigkeitsbereich der Polizei Holzminden. Statt eines Streifenwagens von der Polizeiwache Holzminden übernimmt „Hilde 10-35“ den Einsatz. In dem Zivilfahrzeug sitzen die Polizeiobermeister Jörg Lorkowski und Andreas Wilkending, die gerade von einem anderen Einsatz zurückkehren und anbieten, den Wildunfall zu übernehmen. Nach der Übernahme des Einsatzes bricht der Kontakt mit „Hilde 10-35“ jedoch ab.

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