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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Mittwoch, 8. September: Wert bei 10- bis 14-Jährigen 292,6

Sieben-Tage-Inzidenz auf 102,8 gesunken

Paderborn

In Deutschland, NRW und auch im Kreis Paderborn ist die Inzidenz niedriger als am Vortag. Für den Zeitraum von Dienstag bis Mittwoch (jeweils 11 Uhr) hat die Kreisverwaltung am Mittwochnachmittag 38 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben.

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Eine Arzthelferin zieht eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von „Johnson & Johnson“ auf (Symbolbild). Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Da 42 weitere Erkrankte eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 697 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, vier weniger als am Vortag. Die aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 343, Delbrück 111, Salzkotten 70, Bad Lippspringe 52, Hövelhof 28, Lichtenau 26, Büren 22, Altenbeken 19, Bad Wünnenberg 14, Borchen 12.

Die Zahl der stationär behandelten Patienten steigt weiter: 31 werden im Kreis derzeit im Krankenhaus behandelt, 9 von ihnen intensivmedizinisch. Am Dienstag waren es 8 von 28 Patienten. Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, ist von 2327 auf 2461 gestiegen.

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) und das Robert-Koch-Institut (RKI) wiesen am Mittwochmorgen einen um rund 15 Punkte gesunkenen Wert von 102,8 für den Kreis aus (Datenstand: 0 Uhr), was 317 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht. Beim LZG sind am Dienstag 47 Corona-Fälle neu in die Statistik eingeflossen, davon datierte die Landeseinrichtung in Bochum 27 auf den Dienstag selbst (20 Nachmeldungen; siehe unten auch: Melde- und Übermittlungsverzug). Am Dienstag betrug die Inzidenz 117,7, am Mittwoch vor einem Monat noch 33,1.

8. September 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick. Foto: Kreis Paderborn

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Mittwoch, 8. September, bei 109,4 (Vortag: 113,7) und in Deutschland bei 82,7 (83,8). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 106,6 (114,6) – Hochsauerlandkreis 90 (90,3) – Höxter 69,4 (58) – Lippe 113 (104,9) – Soest 61,8 (64,8).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand: Mittwoch, 8. September, 11 Uhr):

Altenbeken 142,8 (Vortag: 142,8) – Bad Lippspringe 140,2 (176,7) – Bad Wünnenberg 49,2 (65,5) – Borchen 44,5 (44,5) – Büren 79,2 (74,6) – Delbrück 206 (218,5) – Hövelhof 129,5 (117,1) – Lichtenau 123,3 (104,3) – Paderborn 96,1 (111,9) – Salzkotten 107,9 (179,9).

Blick auf die Altersverteilung

Nach Angaben des LZG verteilten sich die die Corona-Fälle im Kreis Paderborn wie folgt auf die Altersgruppen (Datenstand Mittwoch, 8.9., 0 Uhr). Angegeben ist zudem die Sieben-Tage-Inzidenz.

0 bis 4 Jahre: 9 Fälle – Inzidenz von 57,5

5 bis 9 Jahre: 33 – 220,5

10 bis 14 Jahre: 43 – 292,6

15 bis 19 Jahre: 30 – 185,5

20 bis 24 Jahre: 25 – 119,1

25 bis 29 Jahre: 26 – 120,3

30 bis 34 Jahre: 30 – 138,7

35 bis 39 Jahre: 29 – 147,3

40 bis 44 Jahre: 12 – 65,7

45 bis 49 Jahre: 17 – 92,4

50 bis 54 Jahre: 16 – 69,5

55 bis 59 Jahre: 8 – 33,3

60 bis 64 Jahre: 9 – 42,2

65 bis 69 Jahre: 8 – 46,4

70 bis 74 Jahre: 12 – 95,7

75 bis 79 Jahre: 4 – 40,4

80 bis 84 Jahre: 3 – 28,7

85 bis 89 Jahre: 2 – 39,1

über 90 Jahre: 1 – 37,6

Inzidenzwert und NRW-Coronaschutzverordnung

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Maßgeblich sind die Inzidenzwerte, die das RKI in einer Tabellendatei auf dieser Website veröffentlicht: https://www.rki.de/inzidenzen.

In Nordrhein-Westfalen ist am Freitag, 20. August, die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten (hier als PDF). Das Regelwerk enthält nicht mehr mehrere Inzidenz- und Maßnahmenstufen. Es gilt das Einsetzen der 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen – ab einer Inzidenz von 35 oder mehr (in einem Kreis/einer kreisfreien Stadt oder landesweit an fünf Tagen hintereinander). Geimpften, genesenen und getesteten Menschen stehen mit der neuen Regelung auch bei höheren Ansteckungszahlen viele Angebote des gesellschaftlichen Lebens offen. Die neue Fassung der Corona-Schutzverordnung gilt zunächst vier Wochen bis einschließlich 17. September. Ein Überblick der neuen Regelungen findet sich hier auf der Internet-Seite des Landes.

Es folgen die vergangenen sieben Werte für den Kreis Paderborn (102,8 – 117,7 – 100,5 – 100,9 – 102,8 – 105,1 – 94,7) und für NRW (109,4 – 113,7 – 115 – 114,9 – 116,6 – 118,9 – 120).

Impfen und Impfzahlen

Das Impfzentrum des Kreises in der Sälzerhalle in Salzkotten hat diese Woche täglich geöffnet: von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19.30 Uhr. Und am Wochenende werden die Öffnungszeiten wegen des „Sälzer Septembers“ in Salzkotten erweitert: Samstag von 8 bis 20 Uhr, Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Angeboten werden der Impfstoff von Biontech und vormittags zusätzlich „Johnson & Johnson“). Ein Termin ist nicht erforderlich. Außerdem werden weitere Impfaktionen im Kreis angeboten (Link zur Übersicht auf der Kreis-Website).

Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat es im Kreis Paderborn bis einschließlich Dienstag, 7. September, folgende Impfungen gegeben:

– in den Arztpraxen: 93.967 (Montag: 93.634) Erstimpfungen, 78.688 (78.430) Folgeimpfungen, 85.778 (85.517) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen), 381 (293) Auffrischungsimpfung/Booster-Impfungen

– im Kreis-Impfzentrum in der Salzkottener Sälzerhalle: 81.923 (81.744) Erstimpfungen, 78.249 (78.201) Folgeimpfungen, 81.467 (81.364) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen), 21 (13) Auffrischungsimpfungen/Booster-Impfungen

Zudem impfen Krankenhäuser und Betriebsärzte. Seit Juni werden mobil durchgeführte Impfungen zum Großteil im Impfzentrum dokumentiert.

Vollständig geimpft sind laut Kreisverwaltung mit Verweis auf die Kassenärztliche Vereinigung 195.676 Einwohner, was 63,5 Prozent der Bevölkerung entspricht, 208.771 haben eine erste Impfung erhalten (67,7). 40,7 Prozent der Impfungen erfolgten im Impfzentrum in der Sälzerhalle, das wie alle anderen Impfzentren in NRW zum Ende des Monats seine Türen schließt. Wer noch bis zum 9. September die Chance nutzt, sich im Impfzentrum impfen zu lassen, kann auch seinen Zweittermin dort wahrnehmen.

www.corona-kvwl.de/impfbericht

Dashboard des Kreises Paderborn zu Corona-Impfungen

Hintergrund

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung.

Und hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF .

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Kreis Paderborn: „Für die Städte und Gemeinden veröffentlichen wir kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen. ... Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. So meldet der Kreis Paderborn Personen mit einem positiven Schnelltest (POC-Test) als Infektionsfall und veröffentlicht diese, noch bevor er durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Das LZG veröffentlicht hingegen gemäß den bundesweiten RKI-Vorgaben Infektionsfälle mit einem positiven PCR-Test. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“ Quelle: Kreis Paderborn (Reiter „Copyright“)

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