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Bundesbehörde äußert sich zum geplanten Verkauf des Lübbecker Church House

„Sind uns der Historie bewusst“

Lübbecke

Zum geplanten Verkauf des Church House in Lübbecke meldet sich jetzt auch der heimische Bundestagsabgeordnete Achim Post (SPD) zu Wort.

Das Church House soll verkauft werden. Offen ist, was aus der geschichtsträchtigen Immobilie wird. Foto: Friederike Niemeyer

Das Church House an der Wartturmstraße, über Jahrzehnte von den britischen Streitkräften genutzt, steht wie berichtet zum Verkauf. Die Vergangenheit als Schulungszentrum der Nationalsozialisten könnte auch aus Lübbecker Sicht unliebsame Interessenten anlocken, gibt es Befürchtungen.

SPD-Abgeordneter Achim Post hat bei der Bundesbehörde nachgefasst. Foto: Thomas F. Starke

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Post hat nun Kontakt zu dem Vermarkter, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), aufgenommen und auf die besondere Geschichte des Gebäudes hingewiesen. Und er hat um Auskunft gebeten, wie die BImA im Zusammenhang mit dem Verkauf sicherstellt, dass künftige Besitzer oder Investoren der NS-Vergangenheit des Objektes angemessen Rechnung tragen werden.

Darauf bekräftigte die Behörde, selbst kein Interesse an der Immobilie zu haben. Weiter heißt es: „Die BImA ist sich der Historie der Liegenschaft bewusst und wird im Rahmen der Verwertung keine Grundstückskaufverträge mit Erwerbsinteressierten abschließen, bei denen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie extremistischen oder sonst nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehenden Kreisen zuzuordnen sind.“ Die BImA erläutert, dass jeder neue Eigentümer die Maßgaben des Denkmalschutzes und die „bauplanungsrechtlichen Vorgaben der Stadt Lübbecke als Trägerin der Planungshoheit“ zu berücksichtigen habe. Das bedeutet, dass die Stadt zwar nicht den Verkauf beeinflussen kann, wohl aber die neue Nutzung der Liegenschaft.

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