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DRK Enger sammelt Kleider und Spielsachen für Flutopfer – Waren werden eingelagert, bis sie gebraucht werden

„Sonst fahren die Leute selber los“

Enger

Während der Landrat Jürgen Müller bereits vor Tagen die Bevölkerung gebeten hat, Geld statt Sachspenden für die Flutopfer zu sammeln, hat das DRK Enger bis Freitagabend noch Kleidung und Spielsachen angenommen. Doch wie passt das zusammen?

Kathrin Weege

In den Hallen von Nuffer Event-Catering sortieren die DRK-ler aus Enger Kleidung und Spielsachen. Foto:

„Wir hatten etliche Anfragen – auf allen Kanälen vom Anruf bis Facebook – von den Engeranern, die alle gerne helfen wollten. Da haben wir uns entschlossen, Sachspenden anzunehmen“, erklärt Rotkreuzleiter Yannic Winter. Das Problem sei, dass die Bürger selber in die Katastrophenregion fahren würden und ihre Sachspenden dort hinbrächten. „Daher ist es besser, wenn sie einen Anlaufpunkt vor Ort bei uns haben, wo die Sachen gesammelt, gesichtet und vor allem sortiert werden. Wir liefern alles erst dann aus, wenn es wirklich angefragt und gebraucht wird“, sagt der 27-Jährige. Viele Privatleute hätten schon Güter in die Hochwasserregion gebracht. Dort lägen sie dann haufenweise an den Straßenrändern, weil es dort aktuell keine Kapazitäten fürs Sortieren und Verteilen gäbe.

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