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Bad Lippspringes Linke befürchtet bei der Umsetzung eines City-Outlets steigende Geschäftsmieten

Sorge um den Einzelhändler

Bad Lippspringe

Die Verwaltung mit Bürgermeister Ulrich Lange (CDU) an der Spitze verfolgt weiter intensiv die Realisierung eines City-Outlets in der Stadt Bad Lippspringe.

Die Linksfraktion im Stadtrat sorgt sich darum, dass die Mieten für Geschäftsräume, wie hier in der Armi­niusstraße, im Zuge eines City-Outlets steigen könnten. Foto: Per Lütje

Das Vorhaben stößt in weiten Teilen der Bevölkerung und auch der Politik auf Zustimmung und Unterstützung. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, so wie die des Linken-Fraktionsvorsitzenden Mehmet Ali Yesil. Er befürchtet im Zuge eines City-Outlets steigende Mietpreise bei Geschäften.

Auf Antrag der Linken wurde für die Ratssitzung am 28. Juni Sylvia Schubert, Projektinitiatorin des City-Outlets, für die Beantwortung von Fragen des Rates eingeladen. Dabei wurde von der Linksfraktion auch das Thema Mietpreiserhöhungen angesprochen. Mehmet Ali Yesil: „Auf meine Frage, wie man die bestehenden Ladenbetreiber vor Mieterhöhungen schützen könnte, damit zu antworten, ‚das ist freie Marktwirtschaft‘, gibt nicht das Gefühl, dass der Schutz der kleinen Ladenbetreiber ernst genommen wird.“ Eine solche Aussage sei dem Mieter gegenüber nicht nur unfair, so Yesil in einer Mitteilung an diese Zeitung, die politisch Verantwortlichen wollten sich darüber hinaus „einen schmalen Fuß bei diesem Thema machen.“

Katharina Lücke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, ergänzt: „Die Kommunalpolitik ist vielleicht nicht zuständig für Mietpreisfragen, aber sie schafft die lokalen Rahmenbedingungen, die dieses Problem begünstigen, und daher darf sie sich ihrer Verantwortung nicht entziehen.“

Rund um das Thema City-Outlet bestünden nach Ansicht der Linke nach wie vor viele Fragen. „Wir werden die Planungen weiterhin offen begleiten, aber wir werden die langjährigen Bad Lippspringer Ladenbetreiber nicht vergessen. Deren Ängste und Fragen wird die Linksfraktion ernst nehmen und in den Rat einbringen.“

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