1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Corona-Demonstranten bekommen Gegenwind

  6. >

Bündnis für Demokratie und Toleranz plant Kundgebung auf dem Warburger Neustadtmarkt

Corona-Demonstranten bekommen Gegenwind

Warburg

Die Teilnehmer der Montagsspaziergänge gegen die Corona-Politik in Warburg müssen sich auf Gegenwind einstellen. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz im Kreis Höxter hat angekündigt, sich am kommenden Montag, 17. Januar, von 18 Uhr an auf dem Neustadtmarktplatz in Warburg zu einer offenen Kundgebung zu versammeln. Sie steht unter dem Motto „Aktionsbündnis – Wir für Wa(h)rburg“.

120 Teilnehmer haben am Montag in Warburg gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert. Dagegen stellt sich nun das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“. Foto: Jürgen Vahle

Treffen von Corona-Leugnern und Impfskeptikern, aber auch von verunsicherten Bürgern – wie am Montag in Warburg – bewertet das Bündnis als „gefährliche gesellschaftliche Entwicklung“, da diese oft unter Führung „rechtsextremer Elemente“ organisiert würden, schreibt Bündnis-Sprecher Ricardo Blaszczyk in einer Pressemitteilung.

Natürlich habe jeder Bürger das Recht, kritisch zu einer allgemeinen Impfpflicht, zu den derzeit gültigen Corona-Maßnahmen oder einem anderen Thema der Politik zu stehen – und auch im Rahmen des Versammlungsrechts dagegen zu demonstrieren. „Bedenklich finden wir jedoch, dass sich Bürger widerspruchslos und sympathisierend in von rechten Elementen organisierte Veranstaltungen einreihen, obwohl sie eigentlich gar nicht rechtsextrem sind“, schreibt das Bündnis weiter.

Krude Gedankengüter und undemokratische Parolen würden dort dann als „Wir-sind-das-Volk“-Meinung ausgegeben. Gemeinsinn und Gesundheitsschutz seien den Teilnehmern in ihren Äußerungen oft fremd. Stattdessen wollten diese den Staat gezielt bloßstellen, öffentliche Institutionen attackieren und verächtlich machen, kritisiert das Bündnis weiter. Umso wichtiger sei es, sich in einer „starken Zivilgesellschaft und mit Augenmaß“ gegen diese drohende Spaltung zu stellen. Ricardo Blaszczyk machte deutlich, dass sich das Bündnis für eine „wissenschaftsbasierte Coronapolitik und für Solidarität“ einsetzen werde.

Startseite
ANZEIGE