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Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion diskutiert in Halle die Lage im Einzelhandel und Sonntagsöffnungen

SPD-Chancen: Mützenich spürt ein Kribbeln

Halle

Mit dem Blick eines Großstädters hat der Kölner Rolf Mützenich beim mittäglichen Gang über den Wochenmarkt gleich erkannt, dass hier mit viel inhabergeführtem Einzelhandel „die Welt noch in Ordnung ist“. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion ist im Wahlkampf viel unterwegs (allein am Freitag sechs Termine) und gewinnt so einen guten Überblick, was auch und insbesondere die vielen Corona-Lockdowns mit deutschen Innenstädten angerichtet haben. Beim gemeinsamen Termin mit der hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Elvan Korkmaz-Emre sowie weiteren führenden Sozialdemokraten im Kreis ist die Lage des Einzelhandels ein Schwerpunktthema.

Von Stefan Küppers

SPD-Wahlkampf in Halle mit einem prominenten Gast: (von links) Claudia Lantzke, Marion Weike (SPD-Fraktionschefin im Kreistag), Daniel Kühnpast, der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich, SPD-Kreisvorsitzender Thorsten Klute, SPD-Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz-Emre, Altbürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann und Tim Brand. Foto: Stefan Küppers

Dass hier Hilfe nötig ist, sehen Mützenich und Korkmaz gleich. Sie verweisen neben Überbrückungshilfen auf ein Sofortprogramm der Bundesregierung zum Schutz der Innenstädte, das von einst 25 Millionen Euro in Vor-Corona-Zeit auf 250 Millionen verzehnfacht worden ist. Wobei sich die SPD noch mehr gewünscht hätte, wie Korkmaz anmerkt. Wenn Olaf Scholz Kanzler werde, dann gehe es auf jeden Fall sozialer im Land zu und das nütze dann auch dem inhabergeführten Einzelhandel, wirbt sie. Und Mützenich ergänzt: „Wir werden weiter mit Krisen zu tun haben. Ohne Sozialstaat hält man Krisen nicht aus. Deshalb ist das Kanzleramt kein Übungsraum. Da kann man niemanden anlernen. “

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