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Vor der NRW-Landtagswahl 2022: Ortsverein spricht sich einstimmig für 26-Jährigen aus

SPD Werther will Goldberg statt Klute

Werther

Ein deutliches – und für manchen möglicherweise überraschendes – Signal sendet der SPD-Ortsverein Werther in Sachen Landtagskandidatur: Einstimmig haben die anwesenden Mitglieder am Dienstag beschlossen, Jan Michael Goldberg als Kandidaten für den Wahlkreis 94 zur Landtagswahl NRW im Mai 2022 vorzuschlagen. Sie geben dem Wertheraner den Vorzug gegenüber Thorsten Klute aus Versmold.

Werthers Genossen haben sich schon entschieden: Sie wollen Jan Michael Goldberg als Kandidaten zur NRW-Landtagswahl 2022 vorschlagen. Foto: SPD

Der gebürtige Rheda-Wiedenbrücker, der seit 2018 in Werther lebt, erhält damit zumindest bei den Wertheraner Genossen den Vorzug gegenüber Thorsten Klute aus Versmold. Da zum Wahlkreis 94 außer Werther auch Bielefeld-Dornberg und -Jöllenbeck sowie Halle, Steinhagen, Versmold, Borgholzhausen und Werther gehören, bleibt abzuwarten, wen die dortigen Ortsvereine für die SPD ins Rennen schicken wollen.

Die Abstimmung in Werther fand öffentlich statt, Thorsten Klute war an jenem Abend nicht dabei. Auch wenn in der öffentlichen Wahrnehmung oft Klutes Name als heißer Kandidat für die Nachfolge Georg Fortmeiers gehandelt worden ist – Annette Milke Gockel, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Werther, sieht „zahlreiche gute Argumente für Jan Goldberg“, wie sie betont: „Er ist ein engagierter Kümmerer, der geerdet seine Berufserfahrung sammelte und ein aufrichtiges Interesse an den Menschen im Wahlkreis hat. Er ist gut organisiert, hängt sich richtig rein!“, so Milke-Gockel.

In Stadtrat, Ausschüssen und Kreistag Erfahrungen gesammelt

Jan Goldberg wurde 1994 in Rheda-Wiedenbrück geboren, wuchs mit einem jüngeren Bruder auf. Über Gütersloh führte sein Weg 2018 nach Werther. Sein Vater ist Fernmeldehandwerker, die Mutter Bäckereiverkäuferin. Nach der Realschule absolvierte Goldberg eine Ausbildung zum Elektroniker bei Miele. Parallel besuchte er die Abend- und Samstagsschule. Nach einer kurzen Zeit als Facharbeiter begann er ein duales Studium beim Automatisierungstechnikhersteller Beckhoff, arbeitet dort seitdem als Wirtschaftsingenieur.

Parallel schloss er erfolgreich zwei Masterstudiengänge in Bielefeld ab. Zum Abschluss seiner Doktorarbeit ist er derzeit teilweise freigestellt. Goldberg ist zudem Reserveoffizier der Bundeswehr. 2014 wurde er als jüngstes Mitglied in den Kreistag Gütersloh gewählt und dort Sprecher im Jugendhilfeausschuss. 2020 gewann er ein Direktmandat für den Rat der Stadt Werther. Er ist Vorsitzender des Anregungs- und Beschwerdeausschusses und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss.

SPD entscheidet letztlich am 27. Oktober über Fortmeier-Nachfolge

Wer die Nachfolge des langjährigen Abgeordneten Georg Fortmeier (SPD) antreten soll wird von der SPD am 27. Oktober entschieden. Jan Goldberg verspricht: „Ich möchte zuhören und mich kümmern, das ist seit jeher mein Stil, und so kann ich die Wünsche der Menschen nach Düsseldorf tragen. Auch bin ich überzeugt davon, dass mein beruflicher Werdegang, Engagement, Fleiß und meine Themenschwerpunkte es mir ermöglichen, die großen Fußstapfen von Georg Fortmeier auszufüllen und seine erfolgreiche Arbeit fortzuführen. Für seine Arbeit bin ich sehr dankbar, sie bleibt mir Ansporn“, sagt Goldberg.

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