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Schloß Holte-Stukenbrocks Bürgermeister Hubert Erichlandwehr überreicht symbolische Schecks in Höhe von 37.500 Euro an drei Kitas

Spenden in Stolberg angekommen

Schloß Holte-Stukenbrock

37.500 Euro – diese stolze Summe hat die Spendenaktion der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock zugunsten der vom Hochwasser betroffenen Stolberger Kitas eingebracht. Im Rahmen einer Dienstreise nach Aachen überreichte Hubert Erichlandwehr bereits am 26. April die symbolischen Schecks.

Von Dirk Heidemann

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (Vierter von links) überreicht vor den Übergangscontainern der Kita Zweifall die symbolischen Spendenschecks an (von links) Heike Plumm-Brands (Leiterin Kita Steinweg), Christine Stadler (Leiterin Jugendamt), Patrick Hass (Bürgermeister Kupferstadt Stolberg), Kerstin Beeck (Leiterin Kita Zweifall), Yvonne Andres (Förderverein Kita Zweifall), Jochen Emonds (Förderverein Kita Mäuseburg) und Monika Luzinski (stellvertretende Leiterin Kita Mäuseburg).

„Mir war es wichtig, selbst dorthin zu fahren“, sagt der Bürgermeister, der sich vor Ort ein Bild vom Wiederaufbau machte. „Langsam wird alles wieder hergerichtet. Aber es wird bestimmt noch sechs bis neun Monate dauern, ehe die Kitas wieder bezogen werden können.“ Derzeit sind die Kitas Mäuseburg und Zweifall weiterhin in Containern untergebracht, die nur 200 Meter auseinanderstehen.

Die Schloß Holte-Stukenbrocker Bürger, Firmen, Vereine, Kindergärten und Schulen hatten den Spendenaufruf der Stadt mit viel Herzblut und Einsatz unterstützt. So gab es besonders in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Aktionen, bei denen die Erlöse direkt für die Stolberger Kitas gesammelt wurden. Vom Verkauf selbst gemachten Weihnachtsschmucks über ein weihnachtliches Drive-in oder einen Bücherflohmarkt – die Schloß Holte-Stukenbrocker waren kreativ. Auch die Unternehmen beteiligten sich. „Es gab drei, vier Unternehmen, die größere Summen gespendet haben. Von einem Unternehmen gab es sogar eine sehr große Summe, die im Rahmen einer Weihnachtsaktion zusammengekommen war“, sagt Hubert Erichlandwehr.

Zu der gezielten Auswahl der Kupferstadt Stolberg als Begünstigte des Spendenaufrufes kam es, da die Stadtverwaltung Schloß Holte-Stukenbrock mit der Städteregion Aachen eng über ihren IT-Dienstleister Regio IT verbunden ist, der dort seinen Hauptsitz hat. Über den persönlichen Kontakt mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dieter Rehfeld, wurde von Mitarbeitern der Regio IT die Betroffenheit der Stolberger Kita Mäuseburg an Bürgermeister Hubert Erichlandwehr herangetragen.

Zeitgleich mit den Überlegungen des Bürgermeisters, eine konkrete Spendenaktion für die Hochwasseropfer ins Leben zu rufen, hatten dazu auch Politiker aus dem hiesigen Stadtrat angeregt, in Schloß Holte-Stukenbrock Spenden zu sammeln. Im Rahmen des Austauschs untereinander wurden dann die Kindertagesstätten als Betroffene ins Spiel gebracht.

Ursprünglich sollte für alle fünf vom Hochwasser zerstörten Stolberger Kitas gesammelt werden. Zwei der betroffenen Kitas in nicht-städtischer Trägerschaft hatten jedoch bereits im Vorfeld der Spendenübergabe andere große Spendensummen erhalten, so dass sie zugunsten der drei verbliebenen Kitas von dem Erhalt der Schloß Holte-Stukenbrocker Spenden zurückgetreten waren. Umso mehr freuten sich die Vertreterinnen und Vertreter der städtischen Kindertagesstätten Mäuseburg, Zweifall und Steinweg, als ihnen Bürgermeister Hubert Erichlandwehr in Stolberg jeweils 12.500 Euro für ihre Einrichtungen übergab.

Das Geld wird auch fast ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe noch dringend benötigt. Christine Stadler, Leiterin des Stolberger Jugendamts, bedankte sich daher im Namen aller Beteiligten ganz herzlich für die große Unterstützungs- und Spendenbereitschaft der Bürger der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

Mit den Spenden sollen die Wiederherstellung der Spielgeräte, die Ausstattung im Innen- und Außenbereich, aber auch Veranstaltungen und gemeinsame Ausflüge finanziert werden, so Thomas Milcher, Vorsitzender des Fördervereins Kita Mäuseburg. Alles, um den Kindern wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Nun hoffen die betroffenen Kitas, dass sie möglichst schnell wieder ihre angestammten Räumlichkeiten beziehen können.

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