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Unbekannter will von Bünderin im Supermarkt 20 Euro haben und beleidigt Helfer – Polizei warnt vor Masche

Spendensammler bedrängt Frau (25)

Bünde

Ein vermeintlicher Spendensammler beschäftigt derzeit die Polizei. Der Unbekannte hatte in einem Bünder Supermarkt versucht, eine 25-Jährige um 20 Euro zu erleichtern.

Daniel Salmon

Mit der Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft von Menschen versuchen Betrüger Kasse zu machen. Echte Spendensammler können sich stets ausweisen. Foto: A3430 Bernd Thissen

Als sich die Frau bedrängt fühlte und Hilfe suchte, drohte die Situation zu eskalieren.

Wie Polizeisprecherin Julia Dowe mitteilt, hatte sich der Vorfall bereits vor einem Tagen in der Penny-Filiale an der Borriesstraße zugetragen. Ein Mann hatte die 25-Jährige angesprochen und um eine Geldspende für wohltätige Zwecke gebeten. „Dafür sollte sie ein Formular auf einem mitgeführten Klemmbrett unterschreiben. Da der Frau die Situation seltsam vorkam, bat sie einen Marktmitarbeiter um Hilfe“, schildert Julia Dowe.

Der Supermarktangestellte versuchte daraufhin, den angeblichen Spendensammler bis zum Eintreffen der bereits verständigten Polizei in ein Gespräch zu verwickeln. Doch scheinbar wurde angebliche Spendenbetrüger misstrauisch. „Ein weiterer Mann kam zu dem Gespräch hinzu. Und das Duo beleidigte und bedrängte dann den Marktmitarbeiter“, so die Polizeisprecherin.

Bevor die Situation völlig aus dem Ruder lief, musste der beherzte Penny-Mitarbeiter das Duo dann ziehen lassen – noch vor Ankunft der Ordnungshüter.

In diesem Zusammenhang warnt Julia Dowe vor den Machenschaften solcher Spendenbetrüger, die oftmals die Gutmütigkeit der Bürger ausnutzen, um an deren Geld zu kommen: „Manche wollen von ihren Opfern Bargeld, andere aber auch Unterschriften unter zweifelhaften Dokumenten haben.“ Die Behördensprecherin weist darauf hin, dass seriöse Spendensammler sich stets durch ein Schreiben der entsprechenden Organisation, für die sie unterwegs sind, ausweisen können.

Dowe appelliert zudem an die Bürger: „Lassen Sie sich Namen und Sitz der Organisation mitteilen und fragen Sie dort im Zweifelsfall nach, ob es sich tatsächlich um Mitarbeiter dieser Organisation handelt. Nutzen Sie dafür eine Telefonnummer, die sie selber recherchiert haben und keine, die Ihnen die angeblichen Spendensammler ausgehändigt haben. Geben Sie keine persönlichen Daten preis und unterschreiben Sie keine Dokumente. Geben Sie kein Geld heraus, wenn Sie sich nicht sicher sind und lassen Sie sich nicht bedrängen.“

Hinweise zum aktuellen Fall gehen an die Polizei in Herford unter Telefon 05221/8880.

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