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Pauline Koch erringt Bundessieg, Thore Gulden landet auf dem dritten Rang

Spitzenplätze bei „Jugend musiziert“

Brakel/Marienmünster

Großer Jubel am Gymnasium Brede: Pauline Koch (7b) und Thore Gulden (Q2) haben exzellente Leistungen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Bremen gezeigt.

Thore Gulden (l.inks und Pauline Koch (rechts) freuen sich mit Annette Karweg und Dr. Matthias Koch über die hervorragenden Platzierungen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Foto: Kai Hasenbein

Während Thore Gulden in der Kategorie „Querflöte“ einen dritten Preis errungen hat, gelang Pauline Koch die Sensation: In der Sparte „Musical“ hat sie mit einer ausgezeichneten Performance die Jury auf ganzer Linie überzeugt – und den ersten Preis belegt.

Schulleiter Dr. Matthias Koch ließ es sich nicht nehmen, den beiden Schülern des Gymnasiums jetzt persönlich zu gratulieren: „Wir als Schulen der Brede sind sehr stolz, dass Pauline und Thore so erfolgreich abgeschnitten haben – Pauline sogar mit dem ersten Platz. Beide haben ihre musikalische Laufbahn an den musikalischen Ensembles unserer Schule begonnen: Pauline hat die Vokalklasse besucht und Thore spielt seit vielen Jahren im Orchester der Schule. Ein sehr schöner Erfolg für die beiden, aber auch für die musikalische Arbeit unserer Schule.“

Ihr Erfolg beim Landeswettbewerb NRW hatte Pauline Koch vor einigen Wochen regelrecht zur Höchstleistung beflügelt: „Nach der Weiterleitung zum Bundeswettbewerb hatte ich Lust und Power, noch mal richtig Gas zu geben und mein Programm zu optimieren. Meine Lehrerin für Tanz, Anke Lux, hat sogar eine neue Choreographie entworfen und gemeinsam mit meiner Mama Svenia Koch auch die Schauspielteile und die Songs überarbeitet“, blickt sie auf die Vorbereitungen auf den Bundeswettbewerb zurück.

In diesem Jahr konnte die Teilnahme am Bundeswettbewerb leider nur per Videoaufzeichnung erfolgen. Auf dem eigens eingerichteten YouTube-Kanal „JuMu-TV“ wurden täglich mehrere Stunden Interviews, Beiträge, Reportagen und die Wertungsergebnisse gesendet. Pauline berichtet: „So hatten wir trotz aller Einschränkungen ein wenig das Gefühl, gemeinsam mit den anderen 2200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in dieser aufregenden Zeit doch irgendwie verbunden zu sein.“

Als das Wertungsergebnis verkündet wurde, saß Pauline gemeinsam mit ihrer Schwester und ihren Eltern vor dem Fernseher; Anke Lux hatte sich per Telefon zugeschaltet. Pauline verrät: „Das war schon sehr aufregend und spannend. Ich freue mich riesig über meinen Erfolg und bin sehr stolz, dass ich die Zeit durchgehalten habe.“

Auch Paulines Mutter Svenia Koch freut sich sehr über den Erfolg ihrer Tochter: „Pauline hat in den Monaten, in denen wir geprobt haben, sowohl gesanglich als auch tänzerisch und im Schauspiel riesige Fortschritte gemacht. Natürlich gab es immer wieder Durststrecken zu überwinden – nicht zuletzt, weil sie wegen des langen Lockdowns kaum Kontakt zu Gleichaltrigen hatte, sondern die vielen Proben meist nur von mir und Anke Lux begleitet werden konnten.“ Aber Pauline habe sich tapfer durchgebissen, in der Halle der Großeltern eifrig geübt sowie wieder und wieder Atemübungen und Choreographien wiederholt.

„Der Sieg beim Landeswettbewerb und auch die Resonanz ihres Umfeldes darauf haben Pauline einen großen Motivationsschub gebracht, um für den Bundeswettbewerb noch einmal alle Kräfte zu aktivieren. Das war auch für uns Coaches sehr schön mitzuerleben. Unser Dank gilt Leonore von Falkenhausen, die sich Paulines Programm vorher angesehen hat und aus ihrer Sicht noch Tipps gegeben hatte, Dr. Matthias Koch, der Pauline professionell und verlässlich auf dem Klavier begleitet hat, und Frank Spiegel, der Paulines Beitrag gefilmt und für den guten Ton gesorgt hat“, so Svenia Koch abschließend.

Thore Gulden (Q2) hatte sich neben 47 anderen Flötistinnen und Flötisten aus ganz Deutschland aus seiner Altersgruppe für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Breden-Musiklehrerin Annette Karweg hat Thore auf seinem Weg begleitet und ist nun voll des Lobes: „Der von ihm erlangte dritte Platz ist eine sehr beachtliche Leistung. Thore hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ausgezeichneten Musiker entwickelt.“ Das Proben für den Bundeswettbewerb habe sich auf einem sehr hohen Niveau gestaltet: „So kenne ich das sonst nur von studierten Musikern und habe es in der Zusammenarbeit mit Schülern noch nicht erlebt. Es hat mir große Freude bereitet, den Wettbewerbsbeitrag mit Thore zu gestalten – vor allem, weil er mit so einer großen Begeisterung musiziert“, so Annette Karweg weiter.

Thore habe in der Musik etwas gefunden, das ihm wirklich am Herzen liege und für das er eine echte Begabung habe.

Die Tatsache, dass seine Teilnahme unter Corona-Bedingungen stattfinden musste, bedeutete auch für Thore eine ganz besondere Erfahrung: „Insgesamt war der Bundeswettbewerb dadurch recht steril, da man keinerlei Interaktion mit den anderen Teilnehmern hatte. Für mich persönlich war die Form des Online-Wettbewerbs aber tatsächlich vorteilhaft, da ich so nicht mit der Nervosität zu kämpfen hatte und mich auf mein Spiel konzentrieren konnte.“

Natürlich ersetze das alles keinesfalls den richtigen Wettbewerb: „Ich denke aber, dass es eine gute Alternative war – und natürlich habe ich die Hoffnung, im Sommer eines der Stücke aufführen zu können; vielleicht ja sogar im Rahmen des Preisträgerkonzertes der Bundespreisträger NRW in der Kölner Philharmonie.“

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