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Krieg in der Ukraine: Menschen kommen zum Friedensgebet in die St.-Jacobi-Kirche in Werther

Sprachlos und doch voller Hoffnung

Werther

Als am Montagabend um 18 Uhr auch in Werther die Kirchenglocken läuteten, nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, in der St.-Jacobi-Kirche an einem Friedensgebet teilzunehmen und für die Menschen in der Ukraine zu beten.

Von Sandra Homann

Ein Zeichen für den erhofften Frieden in der Ukraine: Die St.-Jacobi-Kirche in Werther öffnete am Montagabend zur Andacht mit Pfarrer Holger Hanke. Foto: Sandra Homann

Pfarrer Holger Hanke leitete die Andacht. Das sprachlose Entsetzen über die Situation in der Ukraine ist weiterhin groß. „Wir wollen ein Zeichen für Frieden setzen und sind sicher, dass unsere Gebete etwas erreichen“, betonte auch Pfarrerin Silke Beier. „Die Erschütterung steht allen ins Gesicht geschrieben, und in der derzeitigen Hilflosigkeit können der Glaube und die Gemeinschaft jeden stärken“, ist sie überzeugt.

Besonders bei den älteren Gemeindemitgliedern, oft durch eigene Fluchterfahrung geprägt, kommen nun die alten Ängste in bezug auf einen Krieg wieder hoch. „Die Traumata, die gerade bei den um die 80-Jährigen manchmal schon größtenteils abgeheilt und verarbeitet waren, kommen nun wieder in die Köpfe der Menschen“, weiß Silke Beier aus vielen Gesprächen in der letzten Zeit.

Rathaus will Hilfe koordinieren

Im Anschluss an die kleine Andacht wurden Kerzen für einen hoffentlich baldigen Frieden angezündet.

Weil sich für konkrete Hilfsmaßnahmen immer mehr Wertheraner anbieten, bietet Bürgermeister Veith Lemmen zunächst an, ihm an veith.lemmen@gt-net.de eine kurze E-Mail zu schreiben, dass und welche Hilfe angeboten wird. All das soll im Rathaus schon einmal gesammelt werden.

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