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Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt weitere 47.000 Euro aus Spenden und Glücksspielerlösen zur Verfügung

St. Jakob von Sarug: Eingangsportal wird saniert

Warburg

Bereits viermal hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in den vergangenen Jahren Renovierungsmaßnahmen im syrisch-orthodoxen Kloster in Warburg mit insgesamt 150.000 Euro unterstützt. Nun stellt sie dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie Glücksspirale weitere 47.000 Euro für die Restaurierung des Klostereingangsportals und die Instandsetzung des Chordaches zur Verfügung.

Das Eingangsportal des Warburger Klosters St. Jakob von Sarug wird saniert. Foto: Henriette Schröder

Das syrisch-orthodoxe Kloster in Warburg zählt seit 2015 zu den über 500 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie Glücksspirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Ende des 13. Jahrhunderts siedelten die Dominikaner auch in Warburg. Sie mussten jedoch ihr Kloster 1824 aufgeben und errichteten nach ihrer Rückkehr in die Stadt 1892 zwischen 1905 und 1908 ein neues Kloster mit einer neuen Kirche.

Während das Langhaus 1908 geweiht werden konnte, wurde der einschiffige, gerade geschlossene Mönchschor in gotisierenden und expressionistischen Formen erst 1933 vollendet.

Aufgrund der Umstrukturierung der dominikanischen Ordensprovinz in den 1990er Jahren werden die Klostergebäude heute als syrisch-orthodoxes Kloster St. Jakob von Sarug genutzt.

Kirchengebäude an exponierter Stelle

Das nördlich vom Stadtkern an exponierter Stelle über dem Bachtal auf L-förmigem Grundriss stehende Kirchengebäude steht mit seiner Hauptfront zur Stadt hin, berichtet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in einer Pressemeldung.

Der Düsseldorfer Architekt und Baumeister Caspar Clemens Pickel errichtete den Bau, der aus Vorhalle, Treppentürmchen, Quergiebeln und Dachreiter besteht, aus teilweise bossierten Sandsteinen in neogotischen und Jugendstilelementen.

Besonders repräsentativ gestaltete er die Front mit dem Doppelportal, auf dessen Mittelpfeiler eine Marienfigur steht.

Ein hohes Südfenster belichtet den Kirchenraum. Das Langhaus der Klosterkirche ist als zweischiffige Halle gestaltet. Der gewölbte Bau hat nach innen gezogene Strebepfeiler und bedient sich der Formensprache der Spätgotik.

Besonders qualitätvoll sind die Maßwerkfenster und deren Bleiverglasung.

Der westlich an die Kirche sich anschließende Konventbau mit Vestibül, Haupttreppenhaus und Mönchszellen besteht aus zwei ursprünglich nur zweigeschossigen Flügeln. 1966 stockte man den Konventbau um ein Stockwerk auf und ersetzte das Mansarde- durch ein Vollgeschoss.

Die Zubauten und Erweiterungen schließen sich im Stil eng an den Ursprungsbau als eine gewachsene Einheit an. Der Flügel des Exerzitienhauses wurde Mitte der 1920er-Jahre angefügt.

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