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Auf Theorie folgt spannende Praxis: Praxisphase des Hebammenstudiums gestartet

St.-Vincenz-Kliniken in Paderborn und Salzkotten betreuen 26 Studentinnen

Paderborn/Salzkotten

Ein neues Kapitel für den St.-Vincenz-Campus: Im Rahmen des neuen Studiengangs „Angewandte Hebammenwissenschaft“ der FH Bielefeld startete nun die erste Praxisphase in den Geburtshilfen der St.-Vincenz-Kliniken Salzkotten und Paderborn. Für die angehenden Hebammen Raphaela Pöllmann und Celine Paulsen beginnt eine spannende Zeit im Kreißsaal und auf der Wochenbettstation.

Die beiden angehenden Hebammen Raphaela Pöllmann (links) und Celine Paulsen. Foto: St.-Vincenz-Kliniken

Die klassische Hebammenausbildung lief im September 2021 aus. „In den ersten Monaten unseres Studiums stand die Theorie auf dem Stundenplan. Neben den ersten praktischen Übungen wurden auch medizinische, psychologische und ethische Themen beleuchtet. Nun freuen wir uns, das Gelernte auch umsetzen zu dürfen“, so die Studentinnen.

Für die beiden war zunächst gar nicht klar, was sie einmal beruflich machen möchten. „Während der Schwangerschaft meiner Schwester und meiner Freundin habe ich mich mit dem Thema Geburtshilfe immer mehr beschäftigt. Nach einem Praktikum stand für mich dann mein Berufswunsch fest“, erzählt die 22-jährige Raphaela Pöllmann. Für sie bleibt der erste Praxiseinsatz bestimmt in Erinnerung: „Ich durfte eine natürliche Zwillingsgeburt begleiten. Das war sehr faszinierend. Ich konnte mir bereits wichtige Handgriffe bei meinen Kolleginnen abgucken.“

Für Celine Paulsen ging es zunächst auf die Wochenbettstation. „Wir unterstützen bei der Grundpflege der Mutter und des Neugeborenen, kontrollieren die Vitalzeichen, mobilisieren die frischgebackenen Mütter oder geben Tipps für das Stillen. Hier dürfen wir schon sehr selbstständig arbeiten. Bald geht es für mich auch in den Kreißsaal“, erzählt die 21-Jährige.

Zwillings-, Drillings- und Wassergeburten

Die Studentinnen erleben die gesamte Spannbreite von der natürlichen Geburt bis hin zur Hoch-Risikogeburt. „In der St.-Louise-Geburtshilfe gibt es viele Zwillings- oder sogar Drillingsgeburten. In der St.-Josefs-Geburtshilfe kommen die Wassergeburten hinzu. Das sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern im heutigen Klinikalltag Ausnahmen“, berichtet Michaela Bremsteller, Leiterin der früheren Hebammenschule, die nun als „Praxiszentrum angewandte Hebammenwissenschaft“ bezeichnet wird.

Das Studium ist auch in anderen europäischen Ländern voll anerkannt. „Die Studierenden tragen neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis und treiben diese weiter voran“, ist sich Bremsteller sicher. „Der Bedarf an Hebammen ist groß. Wir hoffen, dass viele Absolventinnen auch nach dem Studium in unserer Region bleiben und den Fachkräftemangel abfangen.“

Der Studiengang „Angewandte Hebammenwissenschaft“

26 der 46 Studentinnen des Studiengangs „Angewandte Hebammenwissenschaft“ der FH Bielefeld werden von den St.-Vincenz-Kliniken betreut. Neben der Einschreibung am Hochschulstandort sind die Studierenden für den praktischen Teil des Studiums in den St.-Vincenz-Kliniken angestellt. Doch nicht alle „Paderbornerinnen“ sind dort tätig. Es gibt sieben weitere kooperierende Kliniken, ambulante Einrichtungen und freiberufliche Hebammen in OWL, die die Studierenden betreuen.

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