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Gerät am Stadtgraben-Wehr in Herford war durch Vandalismus zu häufig beschädigt worden

Stadt versetzt Hochwassermeldegeber

Herford

Zum Hochwasserschutz in Herford gehören auch so genannte Hochwassermeldegeber. Einer von ihnen sitzt am Stadtgraben-Wehr und wurde in letzter Zeit häufig durch Vandalismus beschädigt. Deshalb hat die Stadt nun reagiert und das Gerät versetzt, um es schwerer erreichbar zu machen.

In dieser unscheinbaren braunen Röhre steckt ein Hochwassermeldegeber. Er sorgt dafür, dass sich die Wehrtore zum Stadtgraben und zur Radewig bei hohem Wasserstand rechtzeitig öffnen. Foto: Stadt Herford

Konkret sitzt der Hochwassermeldegeber nun nicht mehr an der Wallseite sondern an einer Mauer genau gegenüber. Ohne ins Wasser zu steigen, kann man ihn nicht mehr erreichen. Mitarbeiter der Servicegesellschaft für Wirtschaft und Kommunen (SWK) erledigten den Job. „Das System muss einfach funktionieren“, erklärt Andreas Paulus, bei der SWK zuständig für den Gewässerschutz.

Der Hochwassermeldegeber, eingepackt in eine unscheinbare braune Plastikröhre, sorgt dafür, dass sich die Wehrtore zum Stadtgraben und zur Radewig bei hohem Wasserstand rechtzeitig öffnen. „In dieser Röhre steckt eine Eisenstange mit einem so genannten Weggeber und einem Kabel am oberen Ende. Das Kabel ist verbunden mit dem Steuerungskasten am Wehr “, sagt Andreas Paulus.

„Steigt der Wasserpegel auf 70 Zentimeter an, gut sichtbar auf dem Lattenpegel an der Hertabrücke, bekommt die Steuerung ein Signal und öffnet zunächst eine Wehrseite, steigt das Wasser weiter, öffnet sich die andere Seite. So kann das Wasser rechtzeitig abfließen“, erklärt Andreas Paulus.

Mitarbeiter der SWK schrauben den Hochwassermeldegeber am Stadtgraben-Wehr an seinem alten Standort an der Wallseite ab. Foto: Stadt Herford

Seit rund fünf Jahren läuft die Wehröffnung am Stadtgraben-Wehr mechanisch mit Motor, am Radewiger Wehr erst seit letztem Herbst. „Bis dahin mussten wir das Wehr per Hand öffnen“, sagt Andreas Paulus.

Bei Starkregen oder Hochwasser hat die SWK auch weitere Orte im Blick. So werden dann im Bereich der Kläranlage (Werre), in Ahmsen (Werre) und in Brake (Aa) regelmäßig die Pegelstände abgefragt.

Zum Hochwasserschutz gehört für Andreas Paulus und sein Team von der SWK auch das Mähen der Uferwiesen, denn langes Gras behindert den Wasserablauf. Des Weiteren säubert und kontrolliert die SWK die Einlaufroste und Durchlässe an den Bachläufen.

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