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Als besonderes Exponat einer Ausstellung im Jahr 2025 geplant

Stadtmuseum sichert sich Schriftzug des Paderborner Hauptbahnhofs

Paderborn

Für die stadtgeschichtliche Sammlung hat sich das Stadtmuseum Paderborn jetzt den Schriftzug, der viele Jahrzehnte über dem Eingangsportal des Bahnhofs für Aufmerksamkeit sorgte, gesichert.

Nun Museumsreif: Der Schriftzug des Paderborner Hauptbahnhofs. Die städtischen Museumstechniker Markus Liebeck, Heiko Henke und Heinrich Schniedermeier sowie Markus Runte vom Stadtmuseum (von links) bei der Demontage am Hauptbahnhof. Foto: Stadt Paderborn

Das Paderborner Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1953 wird bald Stadtgeschichte sein, denn in diesen Tagen laufen die Vorbereitungen für den Abriss des Gebäudes.

„Die Schrift hat lange Jahre das Gebäude als unseren Bahnhof gekennzeichnet und war ein Hingucker für Reisende. Allein die Bezeichnung ‚Hauptbahnhof‘ kann viele Geschichten vom Reisen, vom Wegfahren und vom Wiederankommen in Paderborn erzählen und ist ein absolutes Highlight für unsere Sammlung“, so Markus Runte, Leiter des Stadtmuseums, der mit seinem Team die Schrift sicherte.

Im Jahr 2025 wird der Schriftzug ein besonderes Exponat einer Ausstellung sein. Dann wird die Bahnverbindung Hamm-Paderborn 175 Jahre. Am 1. Oktober 1850 wurde die Bahnstrecke von der Königlich-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet. Drei Jahre später, 1853, konnte die Strecke bis nach Warburg verlängert werden. Seitdem ist Paderborn an das Eisenbahnnetz angeschlossen und es brachte der Stadt ab Mitte des 19. Jahrhunderts erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung.

1850 wurde der erste Bahnhof eröffnet

Zeitgleich wurde 1850 der erste Bahnhof eröffnet, ein repräsentativer Steinbau, der damals schon außerhalb des alten Mauerrings lag und vermutlich bereits einige Zeit früher fertiggestellt war: Denn im Jahr 1848 wurden laut Stadtchronik 280 württembergische Reiter am Bahnhofsgebäude mit einem Frühstück und einem Schluck des kräftigen Paderborner Bieres empfangen. Auch heute findet sich das Bahnhofsgebäude noch immer am selben Standort in der Bahnhofstraße.

„Für die Stadt war der Anschluss an das preußische Bahnnetz die Mitfahrgelegenheit in das industrielle Zeitalter, denn es brachte neue Arbeitsplätze, die lokale Wirtschaft sollte vor allem vom Warenverkehr profitieren. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nötig war jedoch ein Neubau nötig“, erklärt Runte.

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